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Bauhof Duderstadt in Bereitschaft

Team von Frank Widera auf den Winterdienst eingestellt Bauhof Duderstadt in Bereitschaft

Schneefall oder Schneeregen wird für den Jahreswechsel vorausgesagt. Da ist für alle Vorsicht geboten, die auf den Straßen unterwegs sind, sei es zur Silvesterfeier oder beruflich. „Wir sind für den Winterdienst gut gerüstet“, sagt Frank Widera als Leiter des Duderstädter Bauhofs.

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Duderstadt. „Es ist unser Job, auch an Feiertagen raus zu müssen und die Straßen zu räumen“, sieht er dem möglichen Wintereinbruch gelassen entgegen.

13 Bauhofmitarbeiter und etwa vier Kollegen aus Fremdfirmen, aufgeteilt in zwei Trupps, seien auch über den Jahreswechsel schon zu Zeiten unterwegs, zu denen die meisten anderen feiern oder schlafen. „Bis morgens um sieben Uhr sollten die Straßen geräumt sein“, sagt Widera. Dies sei allerdings eine relative Einschätzung, da das Wetter auch mal einen Strich durch die Rechnung machen könne.

„Wir haben kein Problem damit, bei starkem Schneefall alle drei Stunden wieder von vorne anzufangen. Aber es gab schon Tage, an denen es schneller nachgeschneit hat, als wir räumen konnten“, erinnert er sich an harte Winter.

Der Gesetzgeber sieht zwar vor, dass die Stadt hier in der Verantwortung steht, aber eben nur in dem Rahmen, den die Natur vorgibt. Bei extremem Schneefall oder Eisregen würden zuerst die Straßen geräumt werden, die als verkehrsbedeutend gelten. Dagegen müssten die Anwohner in einem wenig befahrenen Neubaugebiet an solchen Tagen etwas länger auf die Räumung warten.

„Trotz guter Organisation können wir nicht überall gleichzeitig sein“

Generell werde von allen Verkehrsteilnehmern, auch von Fußgängern, erwartet, sich auf die jeweilige Witterung einzustellen. „Trotz guter Organisation können wir nicht überall gleichzeitig sein“, erklärt der Bauhofleiter. Sein Team ist zuständig für die öffentlichen Straßen und Plätze in Duderstadt und in 15 Ortschaften.

Für die Räumung der Gehwege stehen allerdings die Anwohner in der Pflicht. Auch hier empfiehlt Widera, den Schneeschieber oder Besen zu benutzen und nur in seltenen Ausnahmefällen zu streuen: „Salz schädigt Bäume und Straßen. Wir versuchen, so wenig wie möglich zu streuen, obwohl wir über hochwertige Technik verfügen, die das Salz optimal verteilt.“

Die Tauwirkung von Streusalz sei auf einer zentimeterdicken Schneedecke ohnehin kaum gegeben, da sich die einzelnen Salzkristalle erst mit Wasser zu einer Sole verbinden müssten. „Wenn das nicht gegeben ist, taut nur etwas Schnee oder Eis um die Kristalle herum,  und es bilden sich kleine Sole-Pfützen um Schneeflecken“, beschreibt Widera die Auswirkungen.

Sollte der Winter zum Jahreswechsel besondere Überraschungen wie Eisregen parat haben, sei der Bauhof auch darauf eingestellt. „Alle Mitarbeiter haben Bereitschaft zum Winterdienst. Wir können auch sehr kurzfristig auf das Wetter reagieren, wenn es erforderlich ist“, erklärt  Widera.

Räumen auch an Feiertagen
Ebensowenig wie der Winter Halt macht vor Feiertagen, erlischt auch die Räum- und Streupflicht nicht einfach.Ebenso wie für die Bauhof-Mitarbeiter gilt auch für Grundstückseigentümer: Sie müssen die Verkehrssicherungspflicht bei Schnee und Glätte auf Straßen und Wegen einhalten. Andernfalls kann es bei einem Unfall zu Schadensersatzforderungen kommen. Auf einer Fläche von einem Meter Breite sind Gehwege zu räumen und mit Sand oder Salz abzustumpfen, wobei dieses sparsam zu verwenden ist.

Von Claudia Nachtwey

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