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Bauhof fällt Akazien in Duderstadt

Kahlschlag an der Kirche Bauhof fällt Akazien in Duderstadt

Die letzten der bis zu 100 Jahre alten Akazien an der St.-Servatius-Kirche sind gefallen. Mitarbeiter des Bauhofes haben am Montagmorgen das halbe Dutzend Akazien an der Nordseite der Kirche gefällt.

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An der St.-Servatius-Kirche in Duderstadt fällen Mitarbeiter des Bauhofes die letzten Akazien.

Quelle: Mahnkopf

Duderstadt. Der Beschluss zur Beseitigung der das Stadtbild prägenden Bäume, der schon seit Jahren steht, ist in der jüngsten Ortsratssitzung noch einmal bekräftigt worden. Die Akazien an der Südseite der evangelischen Kirche wurden bereits vor zwei Jahren beseitigt und durch dornenlose Gleditschien ersetzt, die Akazien an der Apsis der Kirche im vergangenen Jahr. Die bruchgefährdeten und teilweise kranken Bäume rund um die Kirche waren von Experten als Sicherheitsrisiko gewertet worden.

Im dritten und letzten Akt des Baumdramas sind am Montag die sechs wuchtigen Akazien an der Nordseite beseitigt worden. Vor Ort wurden die Stämme zerteilt, Äste und Zweige geschreddert. Die Wurzeln sollen noch in dieser Woche ausgefräst werden, gefolgt von Bodenaustausch und Pflasterarbeiten, auch zur Beseitigung von Wurzelaufbrüchen.

Zwei Bäume weniger

Die Zahl der Baumscheiben im Rotgranitpflaster soll reduziert, bis Ende April sollen als Ersatz vier neue Bäume gepflanzt werden – zwei weniger als bisher. Wie an der Südseite und Apsis der Kirche werden amerikanische Gleditschien die Akazien ersetzen, bestätigen Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) und Frank Widera vom Bauhof. Diese anspruchslose Baumart mit gefiederten Blättern ist auch als Falscher Christusdorn bekannt und hat laut Widera eine lichtdurchlässige Krone, die problemlos aufgeastet werden kann.

„Wir sorgen wieder für ein einheitliches Bild rund um die Kirche“, versichert Widera. Die mit Ortsrat, Baumausschuss, Kirche, Förderkreis für Stadtbildpflege, Naturschutzbehörde und Wochenmarktbeschickern abgestimmte Fällaktion sei wegen erheblicher Schäden im Kronenbereich notwendig gewesen. Gerade am Standort des viel besuchten Duderstädter Wochenmarktes müsse auf die Verkehrssicherungspflicht geachtet werden. Immer wieder habe der Bauhof lockere Äste herausschneiden müssen, sagt Widera. Es habe Probleme mit dem Wochenmarktbetrieb und der Weiterentwicklung des Marktes gegeben.

Unverständnis bei Bürgern

Bei vielen Bürgern stieß die Fällaktion auf Unverständnis. Passanten schüttelten den Kopf,  Kunden des angrenzenden „Bioladens“ Lebenskunst übten massive Kritik. „Fürchterlich“, kommentierte Inge Peters die Aktion, nicht minder verstimmt ist Künstler Oskar MÜller: „Die Bäume waren nicht krank. Es ist kein Grund, sie wegzuhauen, nur damit ein bis zwei Wochenmarktstände mehr möglich sind.“ Die Standsicherheit der Bäume an der Nordseite der Kirche sei nicht gefährdet gewesen, räumt Widera ein: „Der Versuch, Bäume so lange wie möglich zu erhalten, stößt aber an Grenzen.“ Die seien am Marktstandort wegen der Gefahr durch Windbruch im Kronenbereich erreicht gewesen.

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Eine Woche, nachdem die sechs wuchtigen Akazien an der Nordseite der Unterkirche gefällt worden sind, sind Mitarbeiter des Fuhrbacher Tiefbauunternehmens Vollmer angerückt. Mit einem Bagger wird der Boden mit den bereits nach dem Fällen der Bäume ausgefrästen Wurzelresten ausgehoben.

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©Richter