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Baumpflanzungen fürs Stadtklima in Duderstadt

Allein am Eiergrund bei Fuhrbach stehen 25 junge Feldahorne Baumpflanzungen fürs Stadtklima in Duderstadt

Wann immer ein Baum auf einem öffentlichen Grundstück im Stadtgebiet entfernt werden muss – aus baulichen oder aus Krankheitsgründen – ist dies mit Emotionen behaftet. Umso erstaunlicher scheint es, dass Neuanpflanzungen viel weniger intensiv wahrgenommen werden. So gab es viel Gesprächsstoff, als an der Unterkirche Bäume entfernt wurden, aber kaum jemand bemerkte, dass dort junge Pflanzen in die Erde gebracht wurden.

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Quelle: Richter

Duderstadt. Für Rat und Verwaltung der Stadt Duderstadt sei der stadtökologische Umbau doch ein Projekt, das seit der Landesausstellung Natur im Städtebau in Duderstadt 1994 ständig vorangetrieben werde, sagt Frank Widera, Leiter des städtischen Bauhofs.

„Hierzu sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht nur etliche Pflanzungen in einer intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft entstanden“, erklärt Widera. „Auch und gerade in den Dörfern wurden viele Bäume neu angepflanzt.“ Hainbuchen, Ebereschen, Christusdorne, Ahorne, Birken und vieles mehr verschönern von diesem Frühjahr an die Landschaft in Duderstadt.

Allein am Eiergrund zwischen Duderstadt und Fuhrbach wurden 25 Feldahorne gepflanzt. 88 Bäume sollen insgesamt in diesem Frühjahr in die Erde gebracht und durch Mitarbeiter des Bauhofes gepflegt werden, berichtet Widera. „Hierdurch wird nicht nur das Kleinklima im innerstädtischen Raum erheblich verbessert“, erklärt Widera mit Blick auf die Abkühlung im Sommer durch Beschattung sowie die Verdunstung durch das Grün.

Es werde „auch zum Ausdruck gebracht, welche sozialpolitische Bedeutung innerstädtische Grünanlagen für die Bewohner in Duderstadt haben“. Jeder, der einmal Erholung bei einem Wallrundgang gesucht habe, werde dies bestätigen können.

Neben den städtischen Akteuren sind auch Privatleute engagiert im stadtökologischen Umbau. Als Unterstützer nennt Widera beispielhaft Günter Reimann, der die Aktion „Bäumchen am Wegesrand“ mit 325 Bäumen im Eiergrund initiiert hat. Auch die Schützengesellschaft Duderstadt habe einen Beitrag geleistet, indem sie die Patenschaft für die 365 Promenadenbäume – einen für jeden Tag – übernommen habe. Der Naturschutzbund Deutschland trage seinen Teil durch Nisthilfen bei.

Für die Auswahl der Baumarten gelte die Standortgerechtigkeit als unantastbare Mindestanforderung. Außerdem werde auf Artenvielfalt geachtet und die Phänologie. Zu ihr gehöre, dass Jahreszeiten durch Lebensäußerungen von Bäumen erkennbar gemacht würden.

Ein Beispiel sei die Einfärbung des Laubes im Herbst, der „Indian Summer am Adenauerring“. Welchen stadtplanerischen Einfluss Baumpflanzungen haben könnten, sähen Interessierte derzeit am der August-Werner-Allee, sagt Widera. Dort waren im Frühjahr 2001 Linden gepflanzt worden. „Sie zeigen jetzt erst richtig ihre raumordnerische Wirkung“, erklärt der Bauhofleiter und ergänzt: „Planungsziel erreicht.“

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