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Stämmlinge hängen am Haken

Baumpfleger entfernen zwei Linden in Renshausen Stämmlinge hängen am Haken

Mit schwerem Gerät sind Spezialisten am Donnerstagmorgen den zwei rund 100 Jahre alten Linden vor der Renshäuser Mariä-Geburt-Kirche zuleibe gerückt. Beide Bäume mussten verschwinden, weil deren Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war.

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Quelle: Oliver Thiele

Renshausen. „Während des Gewittersturms vor drei Wochen ist ein 30 Meter langer Stämmling direkt unten am Stamm aus einer der Linden herausgebrochen“, erläutert Baumpfleger Lars Denecke. Da die andere Linde faule Stellen gehabt habe und die Kronen verwachsen gewesen seien, habe dieser Baum „alleine nicht mehr weiter existieren können“.

Zum Einsatz kam ein 80-Tonner-Autokran der Göttinger Firma Klostermeier. Lars-Herzog Hawelka, Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbaubetriebes von Denecke, befestigte die Kette des Krans per Haken in den Kronen der Stämmlinge. Momme Selck sägte die Stämmlinge ab, bevor sie vom Kran herausgehoben wurden. Das Holz der beiden Bäume, die einem Durchmesser von knapp einem Meter hatten, wird in einem Werk in Bischofferode zu Hackschnitzeln verarbeitet. Selck entfernte auch mehrere Holunder-Stämmlinge, die in einer Fuge auf einem Sims der Mariä-Geburt-Kirche gewachsen waren.

Die Entscheidung, beide Linden fällen zu lassen, habe die Klosterkammer Hannover nach einem Hinweis des Ortskirchenvorstands und einer Empfehlung des Landkreises Göttingen getroffen, so Denecke, dessen fachlicher Rat ebenfalls gefragt gewesen sei. Arno Braukmüller, Bauleiter und Architekt in der Klosterkammer, verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von der Situation.

„Die Klosterkammer will im Herbst entscheiden, was neu angepflanzt wird“, erläuterte Thomas Becker, Vorsitzender des Ortskirchenrates, und fügte hinzu: „Mein Wunsch wären wieder Linden.“ Erfreulicherweise sei der beim Gewittersturm herausgebrochene Stämmling so gefallen, dass es weder Schäden am Gotteshaus noch in dessen Umfeld gegeben habe.

Mehrere Anwohner verfolgten aufmerksam das Entfernen der Bäume. „Das ist im ersten Moment ein komischer Anblick, denn die gehörten irgendwie dazu, aber wir werden uns daran gewöhnen“, meinte Theresia Friederici, die seit 35 Jahren in unmittelbarer Nähe der Kirche wohnt. Sie gibt zu bedenken, dass die Linden auch eine Gefahrenquelle gewesen seien, wie die Folgen des jüngsten Sturms deutlich gezeigt hätten. Positiv bewertet Friederici, „dass man wieder ein bisschen mehr von der Kirche sieht“.

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©Richter