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Bei Laub auf der Straße sind Bürger in der Pflicht

Gosse und Wege müssen frei sein Bei Laub auf der Straße sind Bürger in der Pflicht

Kehrseite des goldenen Oktobers sind große Mengen welker Blätter, die auf Wege und Straßen rieseln. Die Straßenreinigungspflicht ist für die Grundstückseigentümer derzeit akut. Satzungen und Verordnungen der Kommunen verpflichten sie zur Reinigung der an die Grundstücke angrenzenden Straßen, in der Regel bis zur Fahrbahnmitte.

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Grundstückseigentümer müssen fegen: Angrenzende Straßen und Wege sind vom Laub frei zu halten.

Quelle: Thiele

Eichsfeld. Das gelte grundsätzlich für alle Straßen, bestätigt Hendrik Seebode vom Ordnungsamt der Samtgemeinde Radolfshausen. Tatsächlich sei Laub auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen aufgrund des Autoverkehrs jedoch kein Problem, die Blätter würden an den Rand gewirbelt.

Dort allerdings müssten sie entfernt werden. „Gossen und Gehwege müssen frei sein“, sagt Seebode. Das sei auch im Interesse der Grundstückseigentümer. Sollte Wasser durch verstopfte Gossen nicht abfließen können, würden Flächen überschwemmt.

Probleme mit der Straßenreinigungspflicht gebe es kaum, bescheinigt Seebode den Radolfshäusern. Das trifft auch auf die Samtgemeinde Gieboldehausen zu, wie Agnes Fütterer vom dortigen Ordnungsamt ausführt. Allenfalls wenige Problemfälle veranlassten die Verwaltung, mit einer „freundlichen schriftlichen Aufforderung“ auf die Beseitigung von Laub hinzuweisen.

Auf öffentlichen Plätzen und entlang gemeindeeigener Grundstücke sind die Kommunen selbst in der Pflicht und würden das Laub durch die Bauhöfe beseitigen, erläutern Seebode und Fütterer. Im Bereich der Stadt Duderstadt ist das städtische Kehrfahrzeug gemäß Vereinbarungen und gegen eine Gebühr zudem auf dem Stadtring, den Einfallstraßen, in den Gewerbegebieten und in der Fußgängerzone unterwegs, erläutert Bauhofleiter Frank Widera. Bislang habe witterungsbedingt wenig Laub beseitigt werden müssen.

Am Wochenende sei jedoch Frost vorausgesagt. „Spätestens dann ist das Laub mit einem Schlag runter. Wir sind dann mit zehn Mann unterwegs und machen drei Wochen lang wenig anderes“, macht Widera den Arbeitsaufwand deutlich. Soweit möglich würden die welken Blätter auf den jeweiligen Flächen in die Böschungen gefegt. Was abgefahren werden müsse, würde über die Firma Schneemann entsorgt.

Die Arbeitsabläufe sind eingespielt und die Ordnungsämter bescheinigen den Bürgern beim Laub satzungskonforme Pflichterfüllung. Einen Hinweis wolle er aber doch geben, sagt Radolfshausens Seebode. Mehr als welke Blätter seien wuchernde Büsche ein Problem. Wüchsen sie bis auf die Fahrbahn oder verdeckten sie Straßenlaternen, müssten sie zurückgeschnitten werden, so der Hinweis Seebodes.

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©Richter