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Zwei Anträge für eine Beratung

Beirat Zwei Anträge für eine Beratung

Der Stand des Antragsverfahrens für eine „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ bildete einen Schwerpunkt beim Treffen des Beirates für Menschen mit Behinderung in der Lebenshilfe Eichsfeld in Duderstadt. Erstmals tage der Beirat außerhalb von Göttingen, erklärte der Vorsitzende Wolfgang Peter.

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Der Beirat setzt sich für Menschen mit Behinderungen ein.

Quelle: epd

Duderstadt. Elvira Kalusa, Geschäftsführerin bei der Selbsthilfe Körperbehinderter (SHK) Göttingen, stellte die bisherigen Pläne des Vereins für eine Antragstellung zur „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ vor. Zum 1. Januar 2018 sei diese durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bundesweit vorgesehen. Der Antrag hierfür müsse bis 31. August abgegeben werden, erklärte sie. Bis dahin bleibe nicht genügend Zeit hierfür einen eigenen Verein zu gründen. Das Konzept sehe nun vor, dass die Selbsthilfe als formaler Träger den Antrag stelle und der Beirat der SHK als inhaltlicher Träger fungiere. „Wir laden die anderen Vereine ein, im Beirat mitzuarbeiten“, sagte sie. Ziel sei, die bestehenden Beratungs- und Hilfestrukturen zu nutzen und auszubauen. Dazu solle ein regelmäßiger Austausch auf Beiratssitzungen dienen.

Für eine Überraschung sorgte Josef Mörz, Abteilungsleiter der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Göttingen, dass diese ebenfalls einen Antrag auf die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ stellen würde. Die AWO sehe sich durch ihre jahrelange Beratungstätigkeit verpflichtet, ebenfalls tätig zu werden. Beide Seiten erklärten aber, weiter zusammenzuarbeiten, egal für wen die Entscheidung falle.

Wolfgang Peter, auch Behindertenbeauftragter des Landkreises Göttingen, wies darauf hin, die Stadt Göttingen habe ein „unheimlich breites Angebot an Beratungsmöglichkeiten“. Wichtig sei am Ende aber nicht die Zahl sondern die Qualität der Beratung. „Ich fände es gut, durch Zusammenführungen die Kompetenz zu erhöhen.“

Udo Küster aus der Leitung der Tagesstätten der Harz-Weser-Werkstätten, berichtete, dass am Dienstag, 15. August, in der Wartbergschule in Osterode der Auftakt für „Inklusion bewegen“ stattfinde. „Wir haben bereits 110 Anmeldungen für das Forum“, sagte er. „Wir hoffen, dass möglichst viele in Arbeitsgruppen mitarbeiten“, sagt er. Einziger Wermutstropfen sei, dass er bislang nur eine Gebärdendolmetscherin habe organisieren können. Er sei deshalb noch auf der Suche nach einer zweiten.

Peter Klempert berichtete, dass der Rat der Stadt Hann. Münden Ulrike Naumann zu seiner Stellvertreterin als Behindertenbeauftragte ernannt habe. Der Vorsitzende wies unter anderem auf den Sportivationstag am 29. August in Osterode und auf die Zukunftsmesse für Menschen mit Behinderung am 23. September im Ellliehäuser Weg 20 in Göttingen hin. Zum Abschluss der Sitzung einigten sich die Mitglieder auf den Termin für die nächste Sitzung am Dienstag, 24. Oktober, um 16 Uhr in der Oase, Waagestraße 15 in Osterode.

Von Rüdiger Franke

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