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Ben und Marie machen das Rennen

Beliebteste Vornamen 2014 im Eichsfeld Ben und Marie machen das Rennen

Die beliebtesten Vornamen im Untereichsfeld waren 2014 Ben und Marie. Mit Ben als Spitzenreiter liegt das Eichsfeld erstmals seit Jahren im Bundestrend, mit Marie tanzt es aus der Reihe.

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Buchstaben mit Zukunftspotenzial: Baby-Bändchen im Duderstädter Krankenhaus.

Quelle: Richter

Eichsfeld. Denn laut Namensforscher Knud Bielefeld war Ben 2014 beliebtester deutscher Jungenname, während bei den Mädchennamen Emma Mia vom Thron gestoßen hat. Bielefeld wertet die häufigsten Babynamen aus den Bundesländern aus, da es keine amtliche deutsche Vornamensstatistik gibt.

Beim Duderstädter Standesamt ist die Jahresstatistik 2014 noch nicht abgeschlossen, Standesbeamtin Ute Lenz hat aber schon einmal die Namensliste sondiert. In neun Fällen entschieden sich Eltern für Marie, sieben Mal für Lotta und sechs Mal für Ida als Mädchennamen.

Bei den Jungen machte Ben mit sieben Nennungen das Rennen, gefolgt von Elias, Jonas und Paul mit jeweils fünf sowie Emil und Leo mit jeweils vier Nennungen. Beliebt waren auch Max, Hannes, Heinrich und Jonathan. 2013 hatten Alexander und Elias als Spitzenreiter Leon abgelöst, Lena hatte Sophie verdrängt, die  zuvor zwei Jahre lang die Poleposition bei den Mädchennamen behauptet hatte.

Die Basis für die lokale Namensstatistik hat sich 2014 wieder verbreitert. Nachdem 2013  die Zahl der in Duderstadt geborenen Kinder erstmals unter 300 gesunken war, stiegt die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr auf rund 350 an. Bis auf eine Hausgeburt wurden alle Kinder im Krankenhaus St. Martini geboren. Das freut nicht nur Lenz, sondern auch das Geburtshilfe-Team von St. Martini. Die Vornamen auf den Baby-Bändchen dort sind ausschlaggebend für die Namensstatistik  des Standesamtes.

Vorliebe für Vornamen aus der Großeltern-Generation

Obwohl auch Mütter aus dem Altkreis Duderstadt in Göttingen und Mütter aus Thüringen in Duderstadt gebären, hält Lenz die Eichsfelder Vornamenfavoriten von der Tendenz her für aussagekräftig: „Die überwiegende Mehrheit der Eltern aus dem Raum Duderstadt entscheidet sich für eine Geburt in St. Martini.“

Verfestigt hat sich laut Lenz die vor wenigen Jahren aufgekommene Vorliebe für Vornamen aus der Großeltern-Generation – bei Mädchen noch eher als bei Jungen. Dass sich Eltern an medialen Ereignissen und Prominenten orientieren, kann Lenz nicht bestätigen. Während deutsche Fußballer – insbesondere  Mats Hummels – nach dem WM-Erfolg bundesweit Namensspuren hinterlassen haben, gab es in Duderstadt lediglich einen Mats.

„Auch ungewöhnliche oder extravagant klingende Namen werden weniger“, sagt Lenz. Als ausgefallen aufgefallen sind ihr – von Kindern mit Migrationshintergrund einmal abgesehen – Atlas und Romeo, Dilara-Jane, Caprice und Jaycee. Namensexoten wie ein Aurelius Fabius Maximus oder ein Hieronymus Che, die hier vor vier Jahren registriert wurden, sind nicht mehr dabei.

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