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Berufsfindungsbörse: Schüler diskutieren in Eichsfeldhalle mit Auszubildenden

Regisseur im eigenen Leben Berufsfindungsbörse: Schüler diskutieren in Eichsfeldhalle mit Auszubildenden

„Was studiert man denn als Metzger?“, will Cornelius Maria Gatzemeier von Eichsfelder Schülern der weiterführenden Schulen wissen. Zum Auftakt der Berufsfindungsbörse hat der gebürtige Hilkeröder in der mit Jugendlichen vollbesetzten Eichsfeldhalle ein Impulsreferat gehalten. Im Anschluss daran diskutierten Auszubildende mit Schülern, die ihre Fragen per Facebook stellen konnten.

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Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Cornelius Maria Gatzemeier ist ein „hundertprozentiger Überzeugungstäter“, so sieht er sich selbst.

„Sie werden einen anderen Weg gehen als ich“, so der studierte Lebensmitteltechnologe, wichtig sei aber immer,  mit Selbstvertrauen den ersten Schritt zu wagen. Nach Metzgerlehre und Meisterprüfung, zweitem Bildungsweg und Studium zog es den Eichsfelder ins Ausland. Auch in den USA war er einige Zeit tätig, beruflich aber unglücklich: „Ich verstehe mich eben nach wie vor als Handwerker.“

Es könne dauern und Umwege mit sich bringen, herauszufinden, wo das eigene Ziel liege, so Gatzemeier. Doch dann sollten junge Menschen diesen Impuls nicht mehr aus den Augen verlieren: „Die Navigation und der Regisseur in ihrem Leben können Sie nur selbst sein.“

Wie ein Motivationstrainer griff der gebürtige Hilkeröder wortgewandt ans Mikrofon, berichtete aus seiner eigenen Biographie, um den Duderstädter Schülern einerseits Mut zu machen, ihnen aber auch die Wichtigkeit von „soft skills“ nahezulegen. Auch in seiner Führungsposition entscheide er „aus dem Bauch“, halte immer noch Kontakt zu alten Weggefährten und Eichsfelder Freunden – „Netzwerken“, wie es Neudeutsch heißt. Seit mittlerweile sieben Jahren arbeitet Gatzemeier bei der Firma Hela-Gewürzmischungen.

Fragen per Facebook

Soziale Netzwerke anderer Art versuchten die Organisatoren im Anschluss. Per Facebook konnten Schüler Fragen an Auszubildende auf dem Podium aus unterschiedlichen Bereichen des Handwerkes, der Industrie und der Finanzen stellen. Wie lange dauert eine Ausbildung?Wie hoch ist der Verdienst? Studium oder Ausbildung? Rafael Rozbicki von Ottobock kombinierte beides.

Seine Ausbildung zum Industriekaufmann hat er bereits bestanden, ein duales Studium zum Bachelor läuft parallel zur Arbeit. „Durch die Ausbildung hat man ein klares Ziel vor Augen“, sagte Christian Hüther. Der 21-jährige Elektroniker begreift seine Ausbildung als Chance: „Egal ob ich später studiere, habe ich mit meiner Lehre etwas, auf das ich zurückgreifen kann.“

Aber auch ohne Studium biete das Handwerk immer noch „goldenen Boden“. „Sobald die Menschen im Ausland mitbekommen, dass Sie einen deutschen Meisterbrief haben“, sagte Gatzemeier, „wird man Ihnen einen Arbeitsplatz hinterhertragen.“ Sarah Jordan, Schülerin des Eichsfeld-Gymnasiums, fand vor allem das Referat Gatzemeiers informativ. Fragen per Facebook sah die 14-Jährige jedoch eher skeptisch.

An den BBS Duderstadt findet heute von 10 bis 15 Uhr die 12. Eichsfelder Berufsfindungsbörse mit 60 Betrieben statt.

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