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Betreuerin missbraucht Bankkarte

Bewährung Betreuerin missbraucht Bankkarte

Betreuungsfälle im familiären Umfeld sind ein sensibles Thema – und können heikel werden, wenn es ums liebe Geld geht. Der Versuchung nicht widerstehen konnte eine 48-jährige Eichsfelderin, die sich am Dienstag, 3. August, am Duderstädter Amtsgericht verantworten musste, weil sie mit der EC-Karte ihres pflegebedürftigen Schwagers dessen Konto geplündert hat.

Dafür wurde die gebürtige Duderstädterin jetzt vor dem Duderstädter Amtsgericht zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss sie das Geld zurückzahlen, das sie für ihren Eigenbedarf abgezweigt hat.

Die heute 48-Jährige wurde im Jahr 1997 zur rechtlichen Betreuerin ihres geistig und körperlich eingeschränkten Schwagers in Wollbrandshausen eingesetzt – inklusive Vermögenssorge. Ein Jahrzehnt lang pflegte sie ihren Schwager, bevor sie das Dorf 2007 aus familiären und gesundheitlichen Gründen verließ und an die Luxemburger Grenze zog. Dabei nahm sie die EC-Karte ihres Schwagers mit. Das Betreuungsgericht informierte die 48-Jährige nicht über den Umzug.

Von September 2007 bis März 2008 hob die Eichsfelderin dann in neun Fällen insgesamt mehr als 4000 Euro vom Konto ihres Schwagers ab und gab das Geld für eigene Zwecke aus. Inzwischen ist ein neuer Betreuer eingesetzt worden.

Anfangs habe die 48-Jährige die Vorwürfe heftig abgestritten, nach Rücksprache mit ihrer Anwältin dann aber die Taten in vollem Umfang eingeräumt, teilt Richter Michael Pietzek auf Tageblatt-Anfrage mit. Deshalb wurde sie jetzt in Duderstadt wegen neunfacher gewerbsmäßiger Veruntreuung verurteilt.

ku

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©Richter