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Bienen und Bäumchen zum Schulstart

Innenhof wird zum Immenhof Bienen und Bäumchen zum Schulstart

Mit dem Start der Kooperativen Gesamtschule (KGS) wachsen auch die Realschule und die benachbarte Christian-Morgenstern-Schule noch enger zusammen. Buchstäblich gilt das für den Innenhof am Verbindungstrakt zwischen den beiden Schulgebäuden.

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Pflanzen einen Bienen-Baum: Lehrer Christian Böker und Fünftklässler Leon Stephan.

Quelle: OT

Dort hat der erste KGS-Jahrgang jetzt eine Duft-Esche gepflanzt. Während Real- und Hauptschule sukzessive auslaufen, schwebt KGS-Schulleiter Klaus Wagner ein Einschulungswald vor: Für jeden neuen Jahrgang soll ein Bäumchen gepflanzt werden. Und vielleicht stehen irgendwann Bistro-Tische im Schatten der Bäume, auf die man aus der Schulmensa im Verbindungstrakt blickt.

Für die erste Pflanzaktion wurde ein Baum gewählt der in den USA Bee-Bee-Tree und in Ungarn Honigbaum genannt wird. Denn aus dem Innenhof, in dem es bereits ein Insektenhotel gab, ist mit Beginn des neuen Schuljahres auch ein von Bienen bevölkerter Immenhof geworden. Das zahme Bienenvolk, das ab kommendem Jahr Honig produzieren kann, hat KGS-Klassenlehrer und Imker Christian Böker zur Verfügung gestellt.

Die Duft-Esche alias Honigbaum stammt ebenso aus China wie der mächtige Urwelt- oder Mammutbaum, der schon seit Jahrzehnten im Innenhof wächst. Durch seine späte Blüte bietet der Honigbaum den Bienen auch noch im Spätsommer Futter, wenn das Trachtangebot gering ist. Bei der Pflanzaktion trauten sich die Schüler zum ersten Mal näher an die summende neue Attraktion heran. Der Mensabetrieb wird dadurch nicht gestört. „Bienen mögen keine Butterbrote und Currywürste und tun uns nichts“, schmunzelt Wagner: „Und die Angst verliert sich mit der Zeit.“

Der 57-jährige Lindauer, der bereits an der Orientierungsstufe in Gieboldehausen unterrichtet und dann die Haupt- und Realschule in Kalefeld geleitet hat, ist sehr zufrieden mit dem KGS-Start. Die 130 Fünftklässler – eine Hauptschul-, zwei Gymnasial- und drei Realschulklassen – haben ihre Klassenräume auf der gleichen Ebene wie die sechsten Klassen der Realschule im Gebäude der Christian-Morgenstern-Schule. Die Durchlässigkeit der Schulzweige zeige sich in einzelnen Fächer schon wenige Tage nach Schulbeginn. Der Schwerpunkt der offenen Ganztagsschule liege im Förder- und Hausaufgabenbereich. Wagner geht davon aus, dass die Angebotsschule sich auch künftig auf den Sekundarbereich I beschränkt. Und macht sich mit Blick auf die demografische Entwicklung keine Illusionen über die Schülerzahlen und den wachsenden Wettbewerb zwischen den Schulen. Wagner ist vorerst kommissarischer KGS-Leiter, die reguläre Stelle wird im September ausgeschrieben.

Von Kuno Mahnkopf

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