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Big Chris Barber Band begeistert Publikum in der Duderstädter Eichsfeldhalle

Musikalische Legende Big Chris Barber Band begeistert Publikum in der Duderstädter Eichsfeldhalle

85 Jahre und kein bisschen müde: Chris Barber hat mit seiner Band am Dienstagabend die Zuhörer in der Eichsfeldhalle begeistert. Von Jazz New Orleanscher Prägung über Dixieland bis zu Blues und Swing nahm die Gruppe das Publikum mit auf eine Reise zu verschiedenen musikalischen Genres.

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„Musik hält jung“: Mit 85 Jahren steht Chris Barber mit seiner Band immer noch auf der Bühne.

Quelle: Richter

Duderstadt. Das Licht in der nur knapp zur Hälfte gefüllten Halle richtetete sich zu Beginn auf einen leicht gebeugten britischen Gentleman. Barber begrüßte in seinem mit britischem Akzent durchzogenen Deutsch die Zuhörer. Schon nach den ersten Titeln spürten sie, wie die Musiker eine Symbiose mit ihren Instrumenten eingehen. Die Band mischte geschickt alte Titel mit hohem Wiedererkennungswert und jüngere Kompositionen. Duke Ellington spiegelte sich im Programm ebenso wieder wie Miles Davis.

Zwischendurch erzählte der Bandleader leicht nuschelnd kurze Geschichten über die Stücke, die gespielt wurden. Nach dem eher melodiösen „Petite Fleur“ näherte sich das Konzert dem fulminanten Höhepunkt: Bei „Oh when the saints go marching in“ spielten Posaunen, Trompeten und Saxophone miteinander, forderten sich heraus und vereinten sich wieder zu einem Gesamtkunstwerk. Szenenapplaus war der Dank. Den Schlusspunkt setzte schließlich „Ice Cream“ und damit der erste Welterfolg des grandiosen Musikers, der sich nie in den Vordergrund drängte, sondern stets der gesamten Band die volle Aufmerksamkeit des Publikums gönnte.

Zu den Besuchern gehörten auch Günther und Angelika Gödecke aus Gerblingerode, die ihre Eintrittskarten und eine Begegnung mit Chris Barber bei einer Verlosungsaktion des Tageblatts gewonnen haben. „Mir gefällt besonders die Langlebigkeit seiner Musik“, sagte der Eichsfelder, bevor er den Weltstar begrüßte. „Musik hält jung“, verriet ihm der Brite, der noch immer über 100 Konzerte im Jahr gibt. Gödecke wollte auch wissen, worauf Barber seinen jahrzehntelangen Erfolg zurückführt: „Wenn ich das Geheimnis kennen würde, dann hätte ich es schon gut verkauft“, sagte der Musiker schmunzelnd.

Von Axel Artmann

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