Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Bilshäuser Biogasanlage bleibt vorerst außer Betrieb

Genaue Ursache für Havarie ermitteln Bilshäuser Biogasanlage bleibt vorerst außer Betrieb

Nach der Havarie am Mittwochnachmittag ist die Biogasanlage südlich von Bilshausen weiter außer Betrieb. Das Gewerbeaufsichtsamt (GAA) Göttingen will ein Gutachten abwarten, bevor der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Voriger Artikel
CDU im Landtag fordert Unterrichtung über Osteroder Flüchtlingsheim
Nächster Artikel
Starke Sparten im Gymnastikverein

Aus einem Leck fließt Gärsubstrat in ein Auffangbecken: Bernhard Rühl betreut die Biogasanlage.

Quelle: Thiele

Bilshausen. Mit dem Betreiber sei die Überprüfung durch einen Sachverständigen abgesprochen worden, sagte GAA-Leiterin Dagmar Schomaker am Donnerstag. „Wir wollen die Ursache genau feststellen, ob es zum Beispiel ein Materialfehler oder ein Bedienfehler gewesen ist.“

Ähnliche Schadensfälle sind dem GAA zufolge bislang noch nicht aufgetreten. Das Leck in der Betonwand eines Fermenters war an einem Stutzen für eine Messeinrichtung in zirka einem Meter Höhe entstanden. Der Vorfall sei beim Wechsel eines Sensors durch eine beauftragte externe Fachfirma passiert, sagte Moritz Striffler von der Finanzbeteiligungs-Gesellschaft Abakus mit Sitz in München, Eigentümerin der Biogasanlage. Das ausgelaufene Gärsubstrat sei vollständig im Havariebecken aufgefangen worden. Das Sicherheitskonzept habe gegriffen, so Striffler.

Die Anlage war stillgelegt und die restliche Flüssigkeit in einen anderen Gärrestbehälter abgepumpt worden. So etwas sei zum ersten Mal passiert, erklärte Striffler. „Wir werden uns das in Ruhe anschauen und in Zusammenarbeit mit den Behörden entscheiden, was zu tun ist.“ Das Gärsubstrat war bereits in der Nacht von Landwirten aus dem Auffangbecken gepumpt worden, um es wie üblich als Dünger auf den Feldern zu verwenden.

Das Loch war am Mittwoch von der Feuerwehr provisorisch mit Keilen abgedichtet worden. Gegen 18.30 Uhr war der Gärsubstratstand im Fermenter auf eine Höhe unterhalb des Lecks in der Behälterwand gesunken. Gärsubstrat trat nicht mehr aus.Vom Umweltamt sei angeordnet worden, das Gärsubstrat mit Güllefässern aus dem Havariebecken abzufahren und als organischen Dünger auf landwirtschaftlich genutzte Flächen aufzubringen, teilte die Kreisverwaltung mit. Am Donnerstag werde der Landkreis die Entsorgung und Umlagerung des Gärsubstrates sowie die Leerung und Reinigung des Havariebeckens kontrollieren, kündigte Verwaltungssprecherin Andrea Riedel-Elsner an.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter