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Bilshausen kündigt der Feuerwehr

Gemeinde meldet Eigenbedarf für Bauhof und Jugendraum an Bilshausen kündigt der Feuerwehr

Die Freiwillige  Feuerwehr Bilshausen kann noch bis Ende 2016 Fahrzeughalle und Gruppenraum im Gebäudekomplex der Gemeindeverwaltung nutzen, dann muss sie umziehen. Die Gemeinde hat den bestehenden Mietvertrag mit der für den Brandschutz zuständigen Samtgemeinde Gieboldehausen, der noch knapp zwei Jahre Laufzeit hat, fristgerecht gekündigt.

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Müssen bis Ende 2016 ihr beengtes Quartier im Gebäudekomplex der Gemeinde im Sandweg räumen: die Bilshäuser Brandschützer.

Quelle: Thiele

Bilshausen. Begründet wird der Rauswurf der Wehr mit Eigenbedarf. „Wir brauchen geschlossene Räume für unseren Bauhof“, sagt Bilshausens Verwaltungsvertreter Klaus-Dieter Grobecker. Die Bauhof-Fahrzeuge seien in einer unbeheizten, offenen Fachwerkscheune ohne Zwischendecken abgestellt. Bei Frost gebe es immer wieder Probleme, weil die drei dieselgetriebenen Traktoren nicht anspringen würden.

Untergebracht ist der Bauhof in einem ehemaligen Bauernhof im Sandweg, dessen Wohnhaus vermietet ist. Im Wirtschaftsgebäude wurden für die Bauhof-Mitarbeiter ein Sozialraum mit Waschgelegenheit und eine kleine Werkstatt ausgebaut. Es herrsche Platznot, im Winter seien keine Unterhaltungsarbeiten wie das Streichen von Bänken oder die Reparatur von Spielgeräten in der kalten und feuchten Scheune möglich, sagt Grobecker. Ein Bauantrag auf Erweiterung sei vom Landkreis Göttingen abgelehnt worden.

Nicht nur der Bauhof bereitet der Gemeinde Sorgen, sondern auch das Jugendhaus. Die Kirchengemeinde wolle das von der politischen Gemeinde gemietete Fachwerkhaus neben dem Kindergarten in diesem Jahr abreißen, sagt Grobecker. Künftig solle deshalb der jetzigen Gruppenraum der Feuerwehr als Jugendraum genutzt werden: „Eine Alternative gibt es nicht.“

Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) bedauert die Kündigung, die aber auch neue Chancen biete.  Seit die Stützpunktfeuerwehr im vergangenen Jahr als Ersatzbeschaffung ein neues Tanklöschfahrzeug bekommen hat, stand wegen der beengten Verhältnisse auch eine Erweiterung der Fahrzeughalle im Raum. In der Finanzplanung für 2016 seien für die Bilshäuser Wehr unabhängig von der Kündigung 330 000 Euro vorgesehen, sagt Dornieden. Als erste Option werde jetzt die Umnutzung nicht mehr benötigter Räume in der zur Grundschule geschrumpften ehemaligen Grund- und Hauptschule mit Anbau einer Fahrzeughalle geprüft. Das biete den Vorteil, dass die Samtgemeinde in eine eigene Immobilie investiere. Zudem seien die Auflagen und Anforderungen beim Bauen im Bestand nicht so hoch wie bei einem Neubau. Dornieden merkt an, dass im Zuge der Neuordnung des Winterdienstes auch noch eine zentrale Lösung für die Bauhöfe in der Samtgemeinde möglich sei. Bilshausen habe allerdings bereits signalisiert, den Bauhof weiterhin in Eigenregie betreiben zu wollen.

Kritik an der Kündigung – auch mit Blick auf die knappen Finanzen der Samtgemeinde – übt Gemeindebrandmeister Claus Bode: „Räumlich muss ohnehin etwas passieren, die Umstände sind allerdings sehr unglücklich.“

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