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Biogasanlage Bilshausen nach Havarie insolvent

Vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt Biogasanlage Bilshausen nach Havarie insolvent

Nach der Havarie der Biogasanlage in Bilshausen Ende März hat die Betreibergesellschaft Insolvenz angemeldet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Michael Jaffé von der Münchener Kanzlei Jaffé eingesetzt. Die Anlage ist nach wie vor außer Betrieb.

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Stillstand: Nach der Havarie Ende März ist die Betreibergesellschaft der Biogasanlage in Bilshausen in Insolvenz gegangen.

Quelle: Thiele

Bilshausen. Eine Zwischenfinanzierung für die Zeit der Sanierungsmaßnahmen sei von der Bank abgelehnt worden, sagte ein Sprecher der Finanzbeteiligungs-Gesellschaft Abakus mit Sitz in München der Eigentümerin der Biogasanlage. Wegen einer Dichtung als Fehlerquelle sei absehbar gewesen, dass alle Dichtungen an den Fermentern hätten überarbeitet werden müssen. Das hätte für drei Monate hohe Umsatzeinbußen bedeutet. Deshalb sei Insolvenzantrag für die Biogasanlage Bilshausen GmbH & Co. KG gestellt worden. Wenn sich kein neuer Betreiber finden lässt, schließt die Betreibergesellschaft auch einen Rückbau der Anlage nicht aus.

Der vorläufige Insolvenzverwalter stehe in Gesprächen mit allen Beteiligten, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Mehr lasse sich derzeit dazu noch nicht sagen.

Am 25. März war an einem Sensor an einem Fermenter ein Leck entstanden. Tausende Liter Gärsubstrat waren ausgelaufen, aber in einem Havariebecken aufgefangen worden. Ein vom Gewerbeaufsichtsamt Göttingen vor einer Wiederinbetriebnahme gefordertes Gutachten zur Unfallursache ist bislang noch nicht in Auftrag gegeben worden. Die Anlage südlich von Bilshausen war 2008 bei einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro in Betrieb gegangen. Aus Biogas wurde Strom gewonnen und Wärme  zur Holztrocknung verwendet. Rohstofflieferanten müssen jetzt andere Abnehmer suchen.

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©Richter