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Bistum will Inklusiven Campus unterstützen

Duderstadt Bistum will Inklusiven Campus unterstützen

Das Bistum Hildesheim sei bereit, den Inklusiven Campus in Duderstadt zu unterstützen, hat Propst Bernd Galluschke aus einem Gespräch mit Weihbischof Heinz-Günther Bongartz und Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) berichtet. Es bestünde allerdings noch die Frage der Finanzierung.

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Im Gespräch (von links): Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte, Weihbischof Heinz-Günther Bongartz und Propst Bernd Galluschke.

Quelle: Rüdiger Franke

Duderstadt. Die Kirche kämpfe selbst am Domhof und an vielen Stellen um das Überleben, erzählte Galluschke von dem Gespräch. Es herrschten Irritationen wegen verschiedener Berichte über sprudelnde Kirchensteuer. Das Bistum Hildesheim habe 2013 am Abgrund gestanden und deshalb seinen Sparkurs begonnen. Als erstes Bistum habe Hildesheim vor zehn Jahren einen Geschäftsbericht herausgegeben und damit Schrittmacherdienste geleistet. Finanziell stehe es aber nach Angaben des Weihbischofs schlechter da als manche Bistümer in den neuen Bundesländern, so Galluschke. „Wenn wir es mit dem Fußball vergleichen, stehen wir auf dem Relegationsplatz.“

Finanzen im Fokus

Ein großes Problemfeld im finanziellen Bereich zeige sich unter anderem auch bei den Altenheimen und Krankenhäusern, berichtet Galluschke weiter. Hier würden die Gehaltsstrukturen für hohe Kosten sorgen. So sehe es bei den Orden ebenfalls zum Teil dramatisch aus. Die Frage für die Zukunft sei also, wie könne Seelsorge in Zukunft finanziert werden. „Dabei soll es ja vor allem um Seelsorge und nicht um die Finanzierung gehen“, so der Propst.

Die Finanzen seien in allen Bereichen der Kirche ein Thema, habe der Weihbischof erklärt. So werde der Bauetat gekürzt auf neun Millionen Euro pro Jahr. Das reiche nach Angaben des Weihbischofs nicht für die Instandhaltung der Gebäude im Besitz des Bistums.

Gute Zusammenarbeit

Im Gespräch zwischen Weihbischof, Bürgermeister und Propst stand auch die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommune auf der Tagesordnung. Hier sprachen sowohl Bongartz als auch Nolte von einem guten Miteinander. Das gelte von der Kinder- und Jugendarbeit über die Familien- bis zur Seniorenarbeit, sagte Nolte. Sichtbar sei sie auch am Fronleichnam und am Volkstrauertag. „Aber auch die aktuelle Zusammenarbeit in der Dorfentwicklung funktioniert“, verwies Nolte auf die Kreuzwegstationen in Immingerode und die Entwicklung des Pfarr- und Gemeindezentrums in Tiftlingerode. Angesprochen worden sei auch die eventuelle Weiterentwicklung des Westwerks der Basilika in Richtung Dachstuhl und Turm.

Weihbischof Heinz-Günther Bongartz (Mitte) hat sich im Beisein von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (rechts) und Propst Bernd Galluschk

Weihbischof Heinz-Günther Bongartz (Mitte) hat sich im Beisein von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (rechts) und Propst Bernd Galluschke ins Goldene Buch der Stadt Duderstadt eingetragen.

Quelle: Rüdiger Franke

Schritte zur Seligsprechung

Ebenfalls ein Thema seien die nächsten Handlungsschritte zur Seligsprechung von Kaplan Joseph Müller gewesen, erzählt der Bürgermeister. Dazu soll es am Sonnabend, 23. September, ein Kolloquium geben. Nolte freute sich aber auch über die angekündigte Unterstützung in Bezug auf den Inklusiven Campus. Positiv angesprochen worden seien auch die SegensOrte als Beispiele für praktische Nächstenliebe und Gemeinschaft. Auch der Weihbischof habe sich dafür ausgesprochen das Projekt weiterzuführen, um weitere Segensorte aufzufinden, so Galluschke. Auch sei über die neuen Wallfahrten wie zum Beispiel die Motorradwallfahrt gesprochen worden.

Rund 1000 Arbeitsplätze

Nolte erklärte, es gebe im Eichsfeld zahlreiche Stellen an denen die Kirche wirke. Als Beispiele nannte er die Bildungsstätte St. Martin in Germershausen, das Kolping-Ferienparadies Pferdeberg, das Haus St. Georg mit dem Zentrum für Kirchenentwicklung und der Emmausjugend. Zusammen mit der Caritas, dem Malteserhilfsdienst, den Vinzentinerinnen in St. Martini und der Vinzenz-von-Paul-Schule sowie den Kirchengemeinden seien rund 1000 Arbeitsplätze in der Region mit der Kirche verbunden seien.

Von Rüdiger Franke

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