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Poller mit brachialer Gewalt zerstört

Blumenau-Sperrung Poller mit brachialer Gewalt zerstört

Vor sechs Jahren ist die Straße Blumenau für den öffentlichen Verkehr gesperrt und mit rot-weißen Stufenpollern versehen worden. Als letztes Mittel hat die Stadt Duderstadt die Poller am Dienstag einbetonieren lassen. Am Mittwoch wurde der mittlere Poller mit brachialer Gewalt zerstört.

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2010 installierten Rainer Kracht (von links), Claus Nolte und Klaus Vollmer die Poller auf der Straße Blumenau in Westerode.

Quelle: Archiv

Westerode. Jahrzehntelang hatte der Ortsrat Westerode auf Sperrung der Abkürzung zum Verbindungsweg nach Mingerode, an der das Sport- und Freizentrum liegt, gewartet. Aber weder Verbotsschilder noch die 17 Zentimeter hohen Stufenpoller, die nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen überfahren werden können, wurden auf Dauer beachtet. Weil die Schwellen immer wieder beiseite geschoben wurden, ließ die Stadtverwaltung sie an-dübeln. Auch das half nicht weiter: Die Dübel wurden herausgerissen, die Poller erneut zur Seite geschoben.

„Wir haben die Poller deshalb am Dienstag von einer Tiefbaufirma einbetonieren lassen“, sagt Ordnungsamtsleiterin Sabine Holste-Hoffmann und ist fassungslos über das, was folgte. Am Mittwoch um 8 Uhr waren noch Mitarbeiter der Baufirma vor Ort, gut drei Stunden später war der mittlere Block von einem Unbekannten demoliert worden. Die Stadt Duderstadt, die als letzten Ausweg in die Tiefbaumaßnahme zur Befestigung der Poller investiert hat, habe Anzeige wegen Sachbeschädigung gestellt, teilt Holste-Hoffmann mit: „Das Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer ist einfach nicht nachvollziehbar.“ Durch die Abkürzung spare man lediglich 300 bis 400 Meter Wegstrecke vom Ort zum Verbindungsweg oder umgekehrt.

Die Straße Blumenau war in den 1980er-Jahren mit Geld aus dem Gemeinde-Verkehrsfinanzierungsgesetz ausgebaut worden, die Sperrung erst nach Ablauf der Bindungsfrist möglich gewesen. Bereits Anfang der 1990er-Jahre hatte der Ortsrat Tempo 30 durchgesetzt. Die dann erfolgte Sperrung war auch als Vorgriff auf die B-247-Ortsumgehung an der ehemaligen Bahntrasse betrachtet worden. Die steht nach wie vor in den Sternen, während die B 446 jetzt den Ort umgeht.

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