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Boden wie im Kölner Dom: Rollshäuser Kirche umfassend saniert

Arbeiten vor Abschluss Boden wie im Kölner Dom: Rollshäuser Kirche umfassend saniert

Die durch Schwamm ausgelösten Bauarbeiten in der Kirche St. Margareta in Rollshausen stehen vor dem Abschluss. Zur Wiedereinweihung des Gotteshauses ist am Sonntag, 17. Oktober, um 17 Uhr ein festlicher Gottesdienst geplant.

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Quelle: Richter

Rollshausen. Beim Blick von der Empore sind die Veränderungen am sichtbarsten. Handwerker haben die Kirche mit einem neuen, einheitlichen Bodenbelag ausgestattet und die Wände mit neuem Anstrich versehen.

Grund für die Bauarbeiten: Der Holzfußboden war von Hausschwamm befallen. Gutachter kamen zum Ergebnis, dass nicht nur der befallene Bereich, sondern der ganze Fußboden und damit auch der verflieste Teil erneuert werden musste. Spezialisten haben daraufhin den Boden bis in eine Tiefe von 85 Zentimetern ausgebaggert. Dabei stießen sie auf historische Funde. Archäologen entdeckten bei Grabungen den Grundriss zweier Vorgängerkirchen und ein Knochenlager. Als der Untergrund wieder verfüllt war, wurde die Betondecke gegossen.

„Mit vielen fleißigen Helfern haben wir dann die Kirche gesäubert und eine Art Generalreinigung vorgenommen“, erläutert Joachim Bringmann vom Kirchenvorstand das weitere Vorgehen. Für die Fliesenarbeiten wählte ein Spezialist des Bistums Hildesheim als Bodenbelag jenen Oberkirchner Sandstein aus, der seit 150 Jahren auch im Kölner Dom liegt. Die  anschließenden Malerarbeiten seien notwendig geworden, weil sich jahrzehntelange Staub- und Rußablagerungen sowie die Folgen der Grabungsarbeiten auch durch Reinigungsarbeiten nicht beseitigen ließen.

Nach fachmännischer Sichtung aller Kirchenbänke lautete das Ergebnis, dass nur noch eine geringe Stückzahl hätte aufgearbeitet werden können. Aus dem Bestand der Gemeinde Rhumspringe konnten die Rollshäuser günstig 100 stapelbare Stühle erwerben. „Diese sind von Helfern neu bezogen und neu gestrichen worden“, so Bringmann. Stühle würden bei der Gestaltung von Gebetskreisen oder Gottesdiensten mehr Flexibilität erlauben. Neu ist auch die Beleuchtung. Sie ist von Glühlampen auf energiesparende LED-Technik umgestellt worden. Ein Wunsch für die kommenden Jahre sei die Sanierung der Kirchenorgel und des Altarraums.

Dank zollen Bringmann und Monika Pamin vom Pfarrgemeinderat den ehrenamtlichen Helfern, dem Förderverein und weiteren Spendern, die zum Gelingen des Vorhabens beigetragen haben. „Wir würden uns über weitere Spenden aufs Konto des Fördervereins freuen, die es uns ermöglichen, die geplanten Projekte zu verwirklichen.“ Interessierten bieten sie an, nach Absprache die Kirche zu besichtigen. „Auch Helfer, die uns bei den letzten Arbeiten unterstützen wollen, können sich bei uns melden, es gibt noch genug Arbeit“, so Pamin und Bringmann.

art

©Richter

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