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Bogenplatz auf Bodendeponie aufgebaut

Trotz schwierigem Anfang: 30 Jahre Bogensport in Duderstadt Bogenplatz auf Bodendeponie aufgebaut

Traditionell feiern die Mitglieder der Schützengesellschaft Duderstadt ihr Schützenfest am zweiten Juli-Wochenende. Einen zweiten Grund zum Feiern haben in diesem Jahr die Bogenschützen: Die Gruppe besteht seit 30 Jahren.

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Quelle: R

Duderstadt. Noch bevor das Bogenschießen zu einer regelrechten Trendportart wurde, erklärt Spartenleiter Wolfgang Strunk, sei in der Schützengesellschaft der Wunsch nach einer Bogensportabteilung laut geworden. Schließlich sei eine der Voraussetzungen für das Schießsportabzeichen auch das Schießen mit dem Sportgerät mit der Sehne gewesen. Also habe die Mitgliederversammlung 1986 beschlossen: Eine neue Sparte unter der Leitung von Hans-Dieter Günther muss her. Strunk übernahm diese Funktion 1991, feiert also in diesem Jahr ebenfalls Jubiläum. Das seit 33 Jahren aktive Mitglied der SG wird unterstützt von den Fach-Schießsportleitern Elisabeth Genz und Manfred Jagemann.

Die Trainings-Anfänge fanden unter nicht ganz einfachen Umständen auf einer Wiese zwischen Schützenplatz und Hahlebrücke statt, berichtet Strunk. Viel zu klein, eigentlich für den Sport auch nicht geeignet, lautete schnell das Urteil. Ausweichflächen in passender Größe befanden sich hinter der Eichsfeldhalle - nur dort schlummerte so einiges unter dem Gras: Wo seit 1989 der Bogenplatz liegt, war einst eine Bodendeponie. „Wir haben sie planieren lassen, Gras eingesät und einen Zaun drumherum errichtet“, schildert Strunk das Vorgehen. Was bei ihm nach einer schnellen Sache klingt, sollte für die Ehrenamtlichen viel Arbeit bedeuten. Für das Wintertraining, Bogenschießen ist eine Ganzjahressportart, war zunächst gar kein Platz. Behelfsweise nutzten die Schützen zum Training die Turnhalle der St.-Elisabeth-Schule, bis 1994 die kombinierte Bogen- und Pistolenhalle entstand.

Mit dem neuen Platz habe auch das Interesse am Bogensport in Duderstadt weiter zugenommen, berichtet Strunk. Heute würden drei Arten von Bogenschießen angeboten: Recurve-, Compound- und Blankbogen. „Bis heute haben 212 Schützen das Bogenschießen in der Schützengesellschaft erlernt“, erklärt Strunk - der über Titel und Training exakt Buch führt. Allein 135 Schüler seien darunter gewesen. Auch hätten die Duderstädter Bogenschützen schon einige nennenswerte Erfolge einheimsen können.

Doch nicht allein die sportlichen Ergebnisse seien für die Schützen entscheidend, sagt Strunk. Auch die Beteiligungen am eigenen und den Schützenfesten befreundeter Vereine gehörten zum festen Programm, ebenso die Mitilfe bei der Betreuung des Schützenmuseums. So gäbe es beim Duderstädter Schützenfest immer auch Beiträge der Bogensportler am Festkommerns, einen Bogenpokal und das Ausschießen der Bogenbesten bei den Erwachsenen und den Schülern. „Der Sport soll ein Ausgleich sein. Wir wollen Spaß haben und Zeit in Gemeinschaft verbringen“, sei der Grundsatz der Bogenschützen, so Strunk.

Erfolgreich bei Meisterschaften

Zwei Deutsche Meistertitel und ebenso viele Bronze-Plätze im Hallen-Einzel hätten die Bogenschützen bereits zu verzeichnen, sowie einen dritten Platz im Mannschaftsschießen bei Deutschen Meisterschaften in der Halle, berichtet Spartenleiter Wolfgang Strunk. Bei den World-Archery-Wettkämpfen im Freien gab es bisher einen Silber-Titel, bei den Deutschen Meisterschaften im Feldbogenschießen vier erste, zwei zweite und einen dritten Platz. Auch bei Landesverbandsmeisterschaften waren die Schützen bereits erfolgreich.

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