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Zwei Dörfer geben Gas

Breitbandpläne 2017 Zwei Dörfer geben Gas

Hilkerode und Brochthausen erhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit 2017 Zugang zum schnellen Internet, hat Jens Göppert, kommunaler Ansprechpartner der Telekom, Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) mitgeteilt. Auch Rhumspringe und Ebergötzen sollen umgehend angebunden werden.

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Quelle: HAZ

Duderstadt. „13 Ortsteile haben wir schon in die Versorgung bekommen“, fasste Nolte die Ergebnisse von 2016 zusammen.Dafür seien 25 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt und 35 Multifunktionsgehäuse eingerichtet worden. Nur Brochthausen und Hilkerode fehlten noch im Gesamtpaket für Duderstadt. Die gehören, wie Göppert noch einmal erklärte, von der Vorwahl her auch nicht zu Duderstadt, sondern zu Rhumspringe. „Doch jetzt bestehen gute Aussichten, dass wir sie im kommenden Jahr ans Netz bekommen“, so Nolte, der erklärte, dass sein eigentlicher Wunsch gewesen sei, gleich den gesamten Altkreis Duderstadt mit ins Paket zu bekommen.

Projektleiter Thomas Gerlach bestätigte, dass die beiden noch fehlenden Ortsteile zu 99 Prozent im Jahr 2017 angeschlossen werden. „In Brochthausen und Hilkerode werden wir jeweils zwei Schränke ausbauen“, so Gerlach. Dazu müssten 5250 Meter Glasfaserkabel ausgelegt werden, 900 davon im Tiefbau.

Gute Nachrichten verkündete Gerlach auch für Rhumspringe, wo am alten Rhumehotel 160 Haushalte zum Abschluss des Jahres noch in den Genuss des schnellen Internets kommen sollen. Für 2017 seien dann auch das restliche Rhumspringe und Ebergötzen geplant. „Es ist die Vorgabe der Bundesnetzagentur, die Nahbereiche im Umkreis von 500 Metern um die Vermittlungsstellen innerhalb von zwölf Monaten auszubauen“, erläuterte Gerlach.

Rund 100 Tage nach dem obligatorischen Knopfdruck zogen Nolte und Göppert ein positives Resümee. „Der Run auf die Anschlüsse in Duderstadt war extrem hoch“, so Göppert. „Das hatten wir bislang noch nirgends.“ Deshalb sei es zwischenzeitlich auch zu Staus gekommen, da in einzelnen Orten „die Baugruppen zugelaufen seien“, so dass erst neue Baugruppen in das Multifunktionsgehäuse eingebaut werden mussten.

„Duderstadt ist zu 85 Prozent da, wo ich den Landkreis gern sehen würde“, sagte Detlev Barth, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Göttingen (WRG). Beeindruckt habe ihn das Tempo, welches beim Duderstädter Ausbau vorgelegt wurde. Der Landkreis soll zu 95 Prozent mit mindestens 30 Mbit/s und zu 85 Prozent mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Die Förderanträge auf Landesebene seien gestellt, so Barth. Den Antrag auf Bundesförderung hoffe man bis zum nächsten Stichtag am 28. Februar einreichen zu können. Die Verzögerung erkläre sich aus den um Faktor drei gestiegenen Anforderungen für eine solche Ausschreibung, die jetzt die Notwendigkeit vorgibt, Netzplanungen zu erstellen. „Deshalb mussten wir zunächst eine Ausschreibung für die Netzplanung machen“, so Barth. So werde es bei Einahltung des 28. Februars Frühsommer bis mit dem nächsten vorläufigen Maßnahmenbeginn zu rechnen sei. „Wenn wir den haben, können wir unsere europaweite Ausschreibung starten“, erklärt Barth, der aber nicht erwartet, dass die Förderfrist des Bundes tatsächlich am 31. Dezember 2018 auslaufen werde. Und ein Anbieter habe im Interessenbekundungsverfahren erklärt, dass er den Ausbau innerhalb von zwölf bis 18 Monaten schaffe.

In Zukunft noch schneller

„Die aktuelle Vectoring-Technik, die Internetgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht, ist noch nicht der Endstand“, erklärt Jens Göppert, kommunaler Ansprechpartner der Telekom. Mit „Super Vectoring“ seien in der Zukunft noch deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich. Für Pilotphasen gebe es bereits Termine. „2017 gehen wir voll in die Planung“, so Göppert. Wann aber Duderstadt und das Eichsfeld mit der neuen Technik ausgestattet werden könnten, sei aber noch nicht bekannt.

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©Richter