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Brotmuseum Ebergötzen präsentiert Elektromobilität

Unter Strom Brotmuseum Ebergötzen präsentiert Elektromobilität

 Elektro-Antrieb ist möglicherweise die Zukunft der Mobilität, aber nicht wirklich ganz neu. Besucher des Europäischen Brotmuseums in Ebergötzen konnten am Sonntag Elektromobilität bei Probefahrten mit neuen Modellen erleben. Zu sehen war aber auch ein Berliner Brotwagen des Museums mit dem Baujahr 1939.

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BBS Duderstadt zeigt vom Benziner zum E-Auto umgebauten Agila.

Quelle: Pintschak

Ebergötzen. „Das vielleicht älteste Solarmobil der Welt“ erklärte Museumsleiter Wilhelm Bruinjes Besuchern. 200 000 Brote seien damit täglich an Kunden in Berliner Nebenstraßen geliefert worden. Zum Aufladen konnte man ihn an die Straßenbahn hängen.  Derzeit ist der Transporter allerdings nicht fahrbereit. Der Elektromotor wird repariert – nach 75 Jahren zum ersten Mal. Bruinjes will seine Ente auch zum Elektromobil umbauen lassen. „Wegen ihrer leichten Bauweise ist sie prädestiniert dafür.“

Vom Benziner zum E-Auto umgebaut sind bereits die Opel Agila der BBS Dudestadt und von Stefan Förster. Der Fachlehrer und sein Kollege Axel Oppermann bauten das Berufsschulfahrzeug mit Schülern während eines Projektes um. Seit Donnerstag besitzt der E-Agila auch den Segen des Tüv. Saubere Arbeit habe der Prüfer gelobt und auch nach vier Stunden keine Beanstandungen entdeckt, berichtete Förster.

Ein neues VW-Modell testete Siegfried Löprick. Er saß zum ersten Mal in einem E-Auto und zeigte sich beeindruckt von Beschleunigung und geringer Geräuschentwicklung. „Wunderbar zum Unterhalten.“ Der Leiter der Jugendhilfe Göttingen könnte sich auch ein E-Mobil als Dienstwagen vorstellen – wenn es nicht so teuer wäre.

Viele ältere Besucher wie Irmgard und Wolfgang Höfer kamen, um einmal ein Elektro-Fahrrad auszuprobieren. Sie gingen allerdings leer aus. Die Demonstrationsräder kamen nicht im Brotmuseum an. „Dann trinken wir einen Kaffee und gehen wieder“, bedauerte Höfer. „Unsere normalen Räder stehen im Schuppen, in Ebergötzen ist es für uns langsam zu bergig.“

Der Landkreis informierte  über sein Elektromobilitätskonzept, das im Rahmen des Schaufenster-Projekts „e-Mobilität vorleben“ in Jühnde erprobt wird. 33 Haushalte beteiligen sich an einem Carsharing-Modell. Ein wirtschaftlich tragfähiges Modell für gemeinschaftliche Nutzung von Elektrofahrzeugen im Dorf ist das Ziel.

Bundesweite Schaufenster

Die Metropolregion Hannover – Braunschweig – Göttingen – Wolfsburg wurde 2012 als eine von vier deutschen Regionen als Schaufenster Elektromobilität durch den Bund ausgewählt. Rund 30 Projekte werden durchgeführt.

Im Landkreis wird im Projekt „e-Mobilität vorleben“ an der Entwicklung eines regionalen Elektromobilitätskonzeptes zur nachhaltigen Mobilitätsversorgung zwischen Stadt und Umland gearbeitet.

Partner sind Uni Göttingen, EAM und Ländliche Erwachsenenbildung. Carsharing-Modelle im Dorf, Anbindung von Bus und Bahn mit E-Bikes und die intelligente Nutzung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten.

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©Richter