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Bündnis will weiter Flagge zeigen

Kundgebung in Duderstadt Bündnis will weiter Flagge zeigen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Koch hat am Sonntag bei der Kundgebung des Bündnisses „Duderstadt bleibt bunt“ am Rathaus gesprochen. Vor laut Veranstalter 75 Teilnehmern und vielen Zaungästen nannte er den Zulauf populistischer Parteien eine Herausforderung für alle demokratischen Parteien.

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Der Landtagsabgeordnete Lothar Koch sprach über deutsche Geschichte „im Spannungsfeld von Demokratie und Rechtsextremismus“.

Quelle: JV

Duderstadt. Der Anspruch „Duderstadt ist bunt“ müsse gelebte Tatsache werden, sagte Koch: „Wir haben nach dem Krieg Millionen von Flüchtlingen integriert und sind dadurch reicher geworden.“ Koch erinnerte an die Tragik der deutschen Geschichte im Spannungsfeld von Demokratie und Rechtsextremismus, die auch in Duderstadt von der Bevölkerung zugelassene Pogromnacht und die Tabuisierung der NS-Zeit nach dem Krieg: „Der Erinnerungskultur musste erst auf die Sprünge geholfen werden - auch hier in Duderstadt.“ Kochs Beitrag unterstreiche, dass die lokale Politik hinter dem Bündnis aus der Mitte der Gesellschaft heraus stehe, an dem alle demokratischen Parteien mitarbeiten, merkte Bündnissprecherin Jennifer Ahlbrecht an.

„Zustände wie in Sachsen-Anhalt wird es hier nicht geben, Kreisverwaltung und Bürger stehen dagegen“, sagte die Erste Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne). Das Duderstädter Bündnis zeige Wirkung und mache Mut: „Wir müssen weiter Flagge zeigen und die Flüchtlingssituation im positiven Sinn begleiten.“

Die neue Taktik des rechten „Freundeskreises“ mit nicht angekündigten kurzfristigen, kleinen und spontanen Kundgebungen entspreche dem Vorgehen der identitären Bewegung, meinte Bündnissprecher Viktor Wesselak. Über das Internet würden Konspirationstheorien verbreitet, ohne hinterfragt oder recherchiert zu werden. Als Beispiel nannte er den sogenannten „Kalergi-Plan“ aus den 1920er-Jahren und widerlegte dessen falsche Interpretation zur „Umvolkung Europas“.

Die Zeit zwischen den Reden überbrückten „Die Zeitlosen“. Die vierköpfige Band mit Sängerin aus der Gemeinde Katlenburg-Lindau, die bisher namenlos aufgetreten ist, spielte als „zeitlose Musik“ Oldies und aktuelle Songs.

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©Richter