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Bürgerinitiative „Lebendiges Duderstadt“ ist erneut aktiv

Protest hat viele Gesichter Bürgerinitiative „Lebendiges Duderstadt“ ist erneut aktiv

Die Bürgerinitiative „Lebendiges Duderstadt“ hält ihren Protest für eine schärfere Einschränkung des Verkehrs in der Innenstadt aufrecht. Rund 20 Aktivisten haben sich am Sonnabend zu einer Stadtführung getroffen – und sich Gedanken darüber gemacht, wie sie sich in der nahen Zukunft für ihre Ziele einsetzen sollen.

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Interessieren sich für Vergangenheit und Zukunft der Fußgängerzone: Mitglieder der Bürgerinitiative bei der Stadtführung.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Manchmal“, sagt Teilnehmer Bernd Ibsch, „binde ich meine Schuhe mitten auf der Straße zu, obwohl ich gar keine Schnürsenkel trage.“

Der Protest gegen den regen Verkehr in der Marktstraße hat, so scheint es, viele Ausprägungen und Gesichter. Auch die zur Stadtführung versammelte Gruppe hat sich sicher nicht nur zusammengefunden, um den Ausführungen von  BI-Sprecher Wilfried Dierkes zu lauschen, der die Gruppe von St. Cyriakus über die Mariensäule und das Rathaus zum Pferdebrunnen und Westertor führt.

Viele Fahrzeuge  müssen der Gruppe ausweichen oder gleich auf eine Nebenstraße ausweichen. Die Stimmung unter den Versammelten ist erregt, ihre  Wut richtet sich gegen unvorsichtige Autofahrer und die Stadt, die ihre Belange nach ihrer Ansicht bewusst ignoriere: „Das ist nicht nach meinem Demokratieverständnis“, sagt Dieter Günther.

Ebenfalls auf wenig Gegenliebe stößt bei den Aktivisten, dass sie an ihrem Treffpunkt an der St. Cyriakuskirche von einem Streifenwagen des Polizeikommissariats Duderstadt empfangen werden. „Wir sind nur hier, um zu  sehen, wie viele Leute sich einfinden. Nur für den Fall, dass Maßnahmen der Verkehrsumleitung getroffen werden müssen“, sagt Polizist René Goemann. „Es ist aber auf jeden Fall alles ordnungsgemäß.“

Auch wenn viele Teilnehmer misstrauisch sind, zeigt Dierkes Verständnis für das Vorgehen der Polizeibeamten. „Sie sind nicht zuletzt auch hier, um unsere  Versammlungsfreiheit sicherzustellen und gegebenenfalls in den Verkehr einzugreifen“, lobt der BI-Sprecher.

Darüber, dass Unbekannte Fußgängerzonen-Symbole auf das Pflaster gesprüht haben, spricht in der Gruppe niemand. Dierkes und Katja Neumann, ebenfalls eine Sprecherin der Gruppe, sind sich einig: „Wir waren das nicht.“ „Es gab in unserer Gruppe keinen Beschluss zu so einer Aktion“, fügt Neumann an. Gleichwohl freue es Dierkes, dass die aufgesprühten  Symbole Wirkung zeigten. „Viele Autofahrer halten sie für echt“, sagt Dierkes.  

Auch in der nahen Zukunft wollen sich die Mitglieder der Initiative um ihr Ziel kümmern, die Fußgängerzone von allem überflüssigen Autoverkehr zu  befreien. Deshalb planen sie nach der Protestaktion mit einer Enthüllung künstlicher Poller am vergangenen Wochenende und der Stadtführung weitere Aktionen, um auf ihr Thema aufmerksam zu machen.

So soll es am 8. November einen Suppenausschank unter der Laube des Rathauses geben, unter der die Gruppe über die Gefahren der jetzigen Regelungen informieren möchte. Zur Stadtratssitzung am Donnerstag, 13. November, möchte  die Initiative zudem „100  bis 120 Leute als Besucher“ mobilisieren, um zu zeigen, wie wichtig das Thema den Bürgern sei.

Jonas Rohde

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