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BI fordert Ende von Anlieger-Regelung

Ortsumgehung Duderstadt BI fordert Ende von Anlieger-Regelung

Erleichtert ist die Bürgerinitiative (BI) Ortsumgehung Ja über die Ablehnung des Grünen-Antrags im Verkehrsausschuss des Bundestages, den Nord- und Südteil der Duderstädter Umgehung aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen. Auf örtlicher Ebene stellt die BI Entlastungsforderungen.

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Quelle: Heller

Duderstadt. Zu den „weihnachtlichen Wünschen“ der BI gehört die Beendung des Pilotprojektes in Tiftlingerode. Die Anliegerregelung für den dortigen Ortskern soll verhindern, dass die Strecke vom Euzenbergkreisel nach Tiftlingerode als Abkürzung genutzt wird. Die Verkehrsverlagerung führe zu einer massiven Belastung der Durchgangsstraßen-Anwohner, moniert BI-Sprecher Hans-Eberhard Werner: „Das „unsägliche Pilotprojekt muss beendet werden, die Verantwortlichen handeln gegen das Recht auf Gleichbehandlung.“

Bürgermeister kritisiert Grüne

Obernfeld. Auch Obernfelds Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU) und der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Thomas Ehbrecht begrüßen die Entscheidung, die Nord- und Südumgehung Duderstadts im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu belassen. „Die Grünen machen es sich zu einfach und kennen anscheinend die Situation vor Ort nicht“, sagt Wüstefeld: „Zum Umgehungsbau gibt es keine umsetzbaren Alternativen.“ Ehbrecht hebt den Sicherheitsaspekt hervor, verweist auf den Schwerlastverkehr und die engen Bürgersteige in Obernfeld sowie die Anträge auf Lkw-Nachtfahrverbot und Überholverbot in der Ortsdurchfahrt bis zum Bau der Umgehung. Für die Planungskosten wollten sowohl die Samtgemeinde Gieboldehausen als auch die Stadt Duderstadt in Vorleistung treten. ku

Für Worbiser Straße, Wolfsgärten, Industrie- und Max-Näder-Straße fordert die BI Lärmschutzfenster, Verkehrszählungen, nächtliches Tempo 30, Geschwindigkeits- und Emissionsmessungen, eine Ampelanlage an der Kreuzung zum alten Bahnhof und Ladungssicherung für Hackschnitzeltransporte zur Biogasanlage. In Gerblingerode solle das Halteverbot in der Teistunger Straße (Ortsdurchfahrt) aufgehoben werden.

Beim jüngsten Treffen der BI hat Werner an seine Mitstreiter Unterschriftenlisten verteilt, auf denen der Lückenschluss nach Thüringen gefordert wird. Ziel seien 1000 Unterschriften noch in diesem Jahr vorrangig von betroffenen Bürgern aus Teistungen, Duderstadt, Westerode, Mingerode und Oberfeld.

Notwendige Puzzleteile

Auch Geschäftsleute sollen angesprochen werden, um Listen auszulegen, und die BI will mit einem Stand auf dem Markt vertreten sein. Die Unterschriften sollen öffentlichkeitswirksam im historischen Rathaus übergeben werden. Um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, will die BI zudem eine Facebook-Seite einrichten und über E-Mail-Kontakte verstärkt auf ihre Aktivitäten aufmerksam machen.

Zu den Aktivitäten gehören auch Banner und Transparente in den Ortsdurchfahrten. Banner, die der Forderung nach eine schnellstmöglichen Umgehungsbau Nachdruck verleihen sollen, hängen bereits in Teistungen, Gerblingerode, Industriestraße und Wolfsgärten in Duderstadt. Ein weiteres Banner soll an der Kreuzung zum ehemaligen Duderstädter Bahnhof, ein XXL-Gerüstbanner an der Tiftlingeröder Straße in Tiftlingerode aufgestellt werden.

Die BI-Sprecher danken den Politikern der CDU und SPD, die im Verkehrsausschuss den Antrag der Grünen abgelehnt haben, die „notwendigen Puzzleteile einer effektiven Ortsumfahrung“ zu streichen. Das Bauvorhaben mache nur als Ganzes Sinn - von Obernfeld bis Ferna.

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©Richter