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Bürgerinitiative zählt Verkehr in Duderstadt

Strichliste führen für die Fußgängerzone Bürgerinitiative zählt Verkehr in Duderstadt

Als Katja Neumann, Sprecherin der Bürgerinitiative „Lebendige Stadt Duderstadt“ den Mitgliedern des Rates der Stadt Duderstadt die Ergebnisse einer stichprobenhaften Verkehrszählung in der Fußgängerzone mitteilte, staunten einige nicht schlecht:  282 Fahrzeuge durchfuhren „an einem ganz normalen Dienstag“, innerhalb von zweieinhalb Stunden die Marktstraße, 65 davon hatten als erkennbare Lieferfahrzeuge oder als Taxen eine Berechtigung.

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„L“ für Lieferverkehr: Hans Georg Schwedhelm notiert es.

Quelle: Richter

Duderstadt. Um die einmalige Zählung mit weiteren Daten zu ergänzen, haben zwölf Mitglieder der Bürgerinitiative jetzt erneut die Anzahl von Fahrzeugen in der Fußgängerzone per Strichliste notiert.

„Es sollte wieder ein ganz normaler Dienstag sein“, erklärte Neumann. Damit sollte vermieden werden, dass beispielsweise durch Markttage das Ergebnis verfälscht würde. Unterschieden wurde während der Zählung nach PKW, Funkmietwagen und Lieferverkehr.

Mofas, Motorräder, Fahrräder und Fahrzeuge wie Krankentransporte oder Pflegedienstautos haben die Mitglieder der Bürgerinitiative ausgelassen. „Das ist selbstverständlich, dass diese Fahrzeuge die Fußgängerzone passieren dürfen“, sagte Neumann. Auch der sogenannte ruhende Verkehr, also parkende Autos, wurde nicht gezählt.

„Gut, dass endlich etwas passiert“

Zwischen 7.30 und 18.30 Uhr standen an Vertreter der BI mit ihren Klemmbrettern parat, um parallel den Verkehr am Rathaus und an der Zufahrt von der Bahnhofstraße in Höhe des evangelischen Gemeindehauses an der Unterkirche zu zählen. Die Regeln waren so festgelegt, dass jedes Fahrzeug nur einmal in der Statistik vorkommen sollte.

„Mit der Verkehrszählung schaffen wir eine Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung eines verlässlichen Verkehrskonzeptes“, erklärte Hans Georg Schwedhelm, der am Vormittag Posten am Rathaus bezogen hatte. Das Ansinnen sei nicht, Ordnungsamt und Polizei aufzuzeigen, wer alles nicht erwischt werde. Schließlich seien die Behörden selbst von dem Problem fehlender klarer Regeln betroffen, erklärt Neumann.

An der Zählstation an der Unterkirche leisteten Brit Werner und Christel Dinges neben der Buchführung auch Aufklärungsarbeit. Sie seien mehrfach gefragt worden, was sie dort täten. Außerdem hätten sie sowohl positives wie auch negatives Feedback von Passanten zu hören bekommen – von „Gut, dass endlich etwas passiert“ bis hin zu „Hoffentlich wird die Fußgängerzone ganz geöffnet. Dann können Parkuhren aufgestellt werden.“

Die Ergebnisse der Zählung sollen während des nächsten Treffens der Bürgerinitiative am Donnerstag um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus vorgestellt werden. Außerdem soll es eine Nachbesprechung der Stadtratssitzung geben.

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