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Bürgerwald schlägt weitere Wurzeln

Paten haben 200 Bäume finanziert Bürgerwald schlägt weitere Wurzeln

Zu den ersten „Bäumchen am Wegesrand“, die im Zuge der gleichnamigen Aktion gepflanzt wurden, gehört der Bergahorn mit dem Namensschild von Jonas an der Straße zur Roten Warte. Als der Ahorn gepflanzt wurde, war Jonas zwei Jahre alt. Heute ist er zehn, und das Bäumchen ist bereits zu einem beachtlichen Baum herangewachsen. Sein Großvater Günther Reimann ist Initiator der Aktion, mit der er bei der Stadt offene Türen eingelaufen hat. „Opa, hier steht mein Baum“, heißt es immer, wenn er mit seinem Enkel an dem Ahorn vorbeifährt.

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Haben weitere Pflanzaktion ermöglicht: Baumspender aus allen Generationen.

Quelle: Blank

Wie jedes Jahr seit Start der Baumpaten-Aktion vor zehn Jahren hat Reimann auch in diesem Jahr wieder ein Bäumchen gestiftet. Dank weiterer Bürger als Baumsponsoren konnte der Bauhof 18 Traubenkirschen im Aufforstungsgebiet Eiergrund ganz in der Nähe von Gut Herbigshagen pflanzen. Seit drei Jahren konzentriert sich die Pflanzaktion auf den „Bürgerwald“, der dort laut Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) entstehen soll. Auch in den kommenden Jahren sollen dort Exemplare des jeweiligen Baumes des Jahres Wurzeln schlagen. Reimann schwebt zudem eine Beobachtungs- und Kommunikationsplattform als Anlaufpunkt für Eltern und Kinder vor.

In den Vorjahren wurden bereits Wegesränder an verschiedenen Straßenabschnitten bedacht, vor dem Start im Eiergrund zuletzt das Gewerbegebiet Breiter Anger mit 30 Silberlinden im Jahr 2007. Seit Beginn der Aktion wurden 200 hochstämmige Bäume gepflanzt. Ermöglicht haben das 98 Beteiligte, deren Bäume jeweils symbolisch mit einem Namensschild versehen wurden. Anlässe, sich für 100 Euro mit einem Baum zu verewigen, gab es genug. „Es sind Hochzeits-, Geburts- und Geburtstagsbäume dabei“, sagt Reimann und spricht von einer nachhaltigen Geschenkidee mit Spendenquittung.

Nolte freut sich, dass die Bürgeraktion inzwischen Kreise über Duderstadt hinaus zieht und sich auch Einwohner aus Nachbargemeinden einbringen. Mit dem Obernfelder Thomas Ehbrecht, der das Projekt auch in den Folgejahren unterstützen will, wurde zudem die Jägerschaft Duderstadt an Bord geholt. Die „Bäumchen am Wegesrand“ würden sowohl zur durch die Region führenden Deutschen Alleenstraße als auch zum Grünen Band passen, betont Nolte. Der Grundgedanke der Biotopvernetzung sei schon im Vorfeld der Landesausstellung Natur im Städtebau aufgegriffen worden. Damit habe ein ökologischer Umbauprozess eingesetzt, der das Landschaftsbild verändert habe.

Mit einem Beitrag von 100 Euro pro Baum kann sich jeder an der jährlichen Pflanzaktion beteiligen. Ansprechpartner bei der Stadt ist Frank Widera, Telefon 0 55 27 / 9 87 12 13.

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