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Bund der Eichsfelder Vereine in der Fremde aufgelöst

HVE bietet verbleibenden Vereinen Aufnahme an Bund der Eichsfelder Vereine in der Fremde aufgelöst

Seine Mitglieder kamen nach Gernrode um die 28. Eichsfeldtage zu feiern, doch der Sonnabend wurde zum Trauertag für den Bund der Eichsfelder Vereine in der Fremde. Der Dachverband löste sich im 105. Jahr seines Bestehens auf der Delegiertentagung des Bundesvorstandes am Rande der Feierlichkeiten auf.

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Quelle: Franke

Gernrode. „Es hat sich aber nur die Dachorganisation aufgelöst“, erklärt Christian Herker, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. „Die Vereine bleiben weiter bestehen.“ Allerdings sind davon auch nur noch zwölf mit zusammen 384 Mitgliedern übriggeblieben. „Zu unseren Hochzeiten waren es mal 84 Vereine, 83 in Deutschland und einer in Missouri / USA. Die Gesamtzahl der Mitglieder belief sich auf mehrere Tausend Mitglieder.“

Der Bund der Eichsfelder Vereine in der Fremde ist ein Opfer des fehlenden Nachwuchses geworden. Rund 40 Jahre seien eigentlich keine neuen Mitglieder hinzugekommen“, erklärt Herker, der jüngste im Vorstand und noch längst keine 40 Jahre alt. „Die übrigen Mitglieder sind alle um die 80 Jahre alt.“ Der Bundesvorsitzende Erich Anhalt stand aus Altersgründen nicht noch einmal für eine Amtszeit zur Verfügung.

Die verbleibenden Vereine bleiben aber weiter bestehen. „Der Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld (HVE) hat uns eingeladen, dass wir uns unter seinem Dach organisieren und darüber die Verbindung halten. Allerdings gibt Herker auch zu, dass die Vereine sicher nicht mehr allzu lange bestehen: „Ohne Nachwuchs können wir nicht überleben.“ Daran sei auch die Mobilität in der heutigen Zeit nicht ganz unschuldig. „Die Vereine hatten sich ursprünglich gegründet, weil zahlreiche Eichsfelder ins Rheinland und ins Ruhrgebiet gegangen waren, um dort zu arbeiten“, erklärt Herker, der selbst in Bochum lebt. „Anfang des 20. Jahrhunderts war der Weg zu weit, um jedes Wochenende nach Hause zu fahren. Heute bin ich über die Autobahn in zweieinhalb Stunden von Bochum im Eichsfeld. Da brauchen die Menschen, die heute auswandern, keinen Verein mehr, der sie auffängt.“

Von Rüdiger Franke

Ehrungen

Im Rahmen des Festaktes in Gernrode hatte der Bundesvorsitzende Erich Anhalt die letzten Ehrungen des Bundes der Eichsfelder Vereine in der Fremde für besondere Verdienste um das Eichsfeld vorgenommen:

  • August-Morick-Gedenk-Medaille
  • Peter Anhalt (Steinbach, erhielt die Medaille bereits bei der Präsentation der Eichsfeldbibliografie am Donnerstag)
  • Gerold Wucherpfennig (Seulingen)
  • Mathilde Grimm (Mannheim)

Goldene Ehrennadel

  • Dieter Althaus (Heiligenstadt)
  • Alexander Baum (Effelder)
  • Gerhard Hellrung (Gernrode)
  • Erwin Hunold (Niederorschel)
  • Hans-Georg Kracht (Duderstadt)
  • Ute Morgenthal (Effelder)
  • Christina Tasch (Küllstedt)
  • Christian Herker (Bochum)

Silberne Ehrennadel

  • Silvia Diekmann (Hüpstedt)
  • Lutz Beuleke (Duderstadt)
  • Bernhard Eisler (Duderstadt)
  • Bernd Galluschke (Duderstadt)
  • Hartmut Gremmler (Heiligenstadt)
  • Klaus Röhrig (Bornhagen)
  • Kerstin Sommerfeld (Stöckey)
  • Jürgen Tegtmeier(Duderstadt)
  • Peter Trappe (Sonnenstein)
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