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Bund soll Munitionssuche im Seeburger See bezahlen

Ebergötzen Bund soll Munitionssuche im Seeburger See bezahlen

Die Samtgemeinde Radolfshausen fordert nach der kostenträchtigen Munitionssuche im Seeburger See den Bund auf, sich auch an den Sondierungskosten als Folgelasten des Zweiten Weltkrieges zu beteiligen. Einen entsprechenden Resolutionsentwurf billigte der Bau- und Feuerschutzausschuss des Samtgemeinderates am Montag einstimmig.

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Munitionssuche im Seeburger See im Mai 2015

Quelle: Archiv

Aus Sicht der Samtgemeinde sollte der Bund die Regeln bei der Kostenübernahme von Weltkriegs-Altlasten ändern. Die Forderung wird damit begründet, dass Sondierungskosten auch wie in begründeten Verdachtsfällen, wie im Fall des Seeburger Sees, von Gemeinden als Gefahrenabwehrbehörde, beziehungsweise von den Grundeigentümern getragen werden müssen. Der Bund zahle nur Kosten für die Beseitigung von deutscher Munition, die Länder zahlten nur für die Beseitigung alliierter Kampfmittel. Mit der an Bundesumweltministerium und örtliche Abgeordnete gerichteten Resolution soll die Bundesrepublik als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches aufgefordert werden, die Folgekosten des Zweiten Weltkriegs anzuerkennen und auch bei nötigen Sondierungen angemessen zu tragen. Eine Eingrenzung auf besondere Gefahrenbereiche ist aus Sicht der Verwaltung nicht möglich, die Gefährdung steige mit dem Alter der Restkampfstoffe. Der Samtgemeinderat entscheidet am Donnerstag, 24. September, ab 19 Uhr im Ebergötzer Rathaus abschließend über de Resolution.

 
Die Sondierung einer Fachfirma im Mai und Juni hatten Kosten von mehr als 44.000 Euro verursacht. ft

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