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CDU Germershausen: Rückblick auf den Mauerfall

Schlachteessen CDU Germershausen: Rückblick auf den Mauerfall

„Warum sprechen die Männer hinter dem Zaun nicht mit uns“, leitete Eva-Kristin Waldhelm, Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Gieboldehausen, das traditionelle Schlachteessen der Partei im Hotel Stadt Hannover in Germershausen ein.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Germershausen. Eine passende, nachdenklich stimmende Einleitung für den Abend, der mit prominenten Rednern die Geschichte der DDR, des Mauerfalls und der 25 Jahre nach der Grenzöffnung thematisierte.

 Der große Saal des Hotels war geschmückt und einladend hergerichtet: Die Lauseberger Big Band spielte im Hintergrund Klassiker von Jazz bis Deutschpop, das reichhaltige Buffett verbreitete anregend Appetit, und auf einer Leinwand lief eine Dia-Show mit Fotografien rund um die Grenzöffnung.

Waldhelm setzte mit ihrem einleitenden Satz die Stimmung des Abends, die der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Koch in seinen Grußworten aufgriff. „Es ist schön zu erfahren, wie die Generation von Frau Waldhelm die Geschichte wertet – sie erlebt hat“, sagte er. Waldhelms Eröffnung käme wie eine Novelle daher, was er als erfrischend begrüßte.

Nach den Grußworten von Marlies Dornieden, Samtgemeindebürgermeisterin von Gieboldehausen, und Reinhard Scharf, Gemeindebürgermeister von Rollshausen/Germershausen, stärkten sich die Gäste am Buffett, um anschließend Hauptredner Klaus Zeh, Ex-Minister und Oberbürgermeister von Nordhausen (CDU), auf eine autobiografische Reise durch die Geschichte zu folgen.

„Es war immerhin eine der ersten Revolutionen, die uns gelungen sind“, sagte Zeh zum Mauerfall und nahm damit Bezug auf die gesamtdeutsche Geschichte. Dazu sei sie friedlich verlaufen, was eine besondere Errungenschaft darstelle. Zehs Vortrag orientierte sich an seiner eigenen Vergangenheit, seinem Leben in der DDR, dem Mauerfall und der Zeit danach. „Für uns war es unvorstellbar, dass der Eiserne Vorhang fällt“, beschreibt er die Aussichtslosigkeit, die er als junger, systemkritischer Bürger in der DDR empfand. Schließlich hätte sich alles zum Guten gewandt. Er schloss mit den Worten: „Vor 25 Jahren waren wir die glücklichste Nation der Welt, und wir sollten es bleiben.“

Von Kay Weseloh

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