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CDU-Grünkohlessen mit Fritz Güntzler

„Unser freies Leben ist stärker als jeder Terror“ CDU-Grünkohlessen mit Fritz Güntzler

Das Wort Krise mag er nicht. Der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler spricht lieber von der  Flüchtlingssituation. Die war neben dem islamistischen Terror ein zentrales Thema beim traditionellen Grünkohlessen des CDU-Ortsverbandes Bilshausen, dessen Gastredner er am Donnerstagabend war.

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Grünkohlessen mit Güntzler: „Unser freies Leben ist stärker als jeder Terror“

Quelle: Archivfoto

Bilshausen. Sein Auto in Fluchtrichtung parken – wie es ihm bei seinem ersten Besuch Bilshausens als Fußball-Schiedsrichter von einem Linienrichter geraten worden war – musste Güntzler nicht beim Heimspiel an der Parteibasis. „Grünkohlessen, Fußballspiele, Weihnachtsmärkte – wie können wir unser gewohntes Leben ohne Angst weiterführen?“ Einfache Antworten auf die Frage, die zurzeit viele Menschen bewegt, hat die Bundespolitik ebensowenig wie bei der Flüchtlingsfrage. „Es gibt keine Problemlösung, aber keine Alternative zum Handeln“, meinte Güntzler in seiner um die Schlüsselbegriffe Freiheit, Toleranz und Solidarität kreisenden Rede.

„Unser freies Leben ist stärker als jeder Terror“, stimmte er in den Chor der Mutmacher ein. Polizei und Bundeswehr müssten besser aufgestellt und ausgestattet werden. Die viel kritisierte Aussage von Ex-Verteidigungsminister Peter Struck (SPD), dass unsere Sicherheit auch am Hindukusch verteidigt werde, bewahrheite sich jetzt. „Wir müssen Syrien befrieden, intensive Gespräche mit der Türkei führen, die Flüchtlingslager im Nahen Osten versorgen, Fehlanreize ausschließen, Integrationsbemühungen stärken und auch schwere Entscheidungen über Abschiebungen treffen“, sagte Güntzler. Freiheit sei keine Selbstverständlichkeit. Ohne Sicherheit gebe es keine Freiheit, zuviel Sicherheit könne die Freiheit einschränken. Und Toleranz ende dort, wo andere Menschen intolerant seien.

„Deutschland hat gezeigt, dass es tolerant und offen ist“, meinte Güntzler mit Blick auf die Flüchtlinge. Jenseits der langfristigen Beseitigung von Fluchtursachen gebe es aber allein schon wegen nicht reichender Kapazitäten eine faktische Aufnahme-Obergrenze. Europäische Solidarität sei gefragt. Es dürfe nicht sein, dass sich Staaten wie Polen einen schlanken Fuß machten.

Die Diskussion nach Güntzlers Rede drehte sich um Themen von der Abschaffung der Wehrpflicht bis zu Parallelgesellschaften in manchen Großstadtvierteln. Aber auch Regionales kam zur Sprache. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2016 meinte Güntzler: „Das Fusionsgesetz hat nur die Kreisfusion beschlossen, nicht den Landrat auf Lebenszeit.“     

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