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CDU regt Resolution im Rat an

Geburtshilfe CDU regt Resolution im Rat an

Auf der Suche nach Optionen für den Erhalt der Geburtshilflichen Abteilung am Krankenhaus St. Martini setzt die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Duderstadt auf Gespräche. Vorsitzender Dieter Thriene regt an, eine Resolution zu verabschieden - und parteiübergreifend Flagge zu zeigen.

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Duderstadt. "Das ist kein Thema, das parteipolitisch genutzt werden sollte", erklärte Thriene. Die gesamte Region bedauere den Beschluss, der das Ende der Geburtshilflichen Abteilung zum 30. Juni besiegelt haben könnte. Bis dahin müsse alles daran gesetzt werden, Alternativen zu prüfen und Möglichkeiten des Fortbestandes auszuloten. Das erfordere die Geschlossenheit aller Beteiligten. "Gemeinsam können wir vielleicht etwas auf den Weg bringen."

Gespräche mit Experten

Unter anderem wolle sich seine Fraktion in Gespräche mit dem Vinzenz-Verbund Hildesheim, der Trägergesellschaft für den Betrieb von Krankenhäusern und Altenpflegeheimen innerhalb der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul, einbringen und auch Kontakte zum niedersächsischen Sozialministerium suchen. Gespräche mit Frauenärzten, Hebammen und anderen Experten der Gesundheitsbranche liefen bereits, außerdem wollen sich die Politiker erkundigen, ob es Häuser gebe, in denen erfolgreich die Schließung vermieden werden konnte, um deren Modelle kennenzulernen.

Resolution soll breiten Konsens widerspiegeln

Auf städtischer Ebene habe es die Bitte an die Verwaltung gegeben, bis zur Sitzung des Verwaltungsausschusses am Donnerstag, 26. Januar, einen Vorschlag für eine Resolution zu erarbeiten. Ziel sei es, einen breiten Konsens aller Parteien zu erreichen. An dieser Sitzung sollen auch Gregor Zehle, Geschäftsführer der Vinzenz-Verbund Hildesheim gGmbH, und Markus Kohlstedde als Geschäftsführer des Duderstädter Krankenhauses teilnehmen.

Kritik an Geschäftsführern unberechtigt

Die Kritik an den Geschäftsführern im Zuge der Diskussionen um die Schließung der Entbindungsstation hält Thriene für falsch. Zehle und Kohlstedde hätten in den vergangenen Jahren gemeinsam mit anderen dafür gesorgt, dass das Krankenhaus erhalten geblieben sei und sich positiv entwickele, bis hin zum Ausbau und weiteren Investitionen. Er erhoffe sich im Gespräch Transparenz über die wirtschaftlichen Probleme der Abteilung, die nun zum Beschluss der Schließung geführt hatten, und Kreativität, wirklich alle Möglichkeiten zu bedenken. "Aufgeben heißt auf Dauer aufgeben" - Das müsse jedem klar sein.

Spenden keine Dauerlösung

Das bürgerliche Engagement werde nicht ausreichen, um eine dauerhafte Lösung herzustellen, sagte Thriene und erhielt die Zustimmung des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Frank Germeshausen. Unterstützend seien Spenden wichtig, das ersetze aber kein auf die Zukunft ausgerichtetes Konzept. Kurzfristig aber könnten Spenden nützlich sein, so Thriene, der darauf hofft, dass die Frist bis zur Schließung noch einmal verlängert wird, und an Patienten appelliert, sich weiter an das Krankenhaus zu wenden und nicht zu resignieren.

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©Richter