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CDU stellt Theuvsen als Landratskandidat auf

Wahlen in Krebeck CDU stellt Theuvsen als Landratskandidat auf

Mit einem derart eindeutigen Ergebnis hatte Ludwig Theuvsen nicht gerechnet: Einstimmig ist der 52-jährige Agrarökonom am Sonnabend im Krebecker Bürgerhaus von CDU-Mitgliedern aus den Kreisen Göttingen und Osterode als Kandidat für die Wahl zum Landrat im neuen Großkreis bestätigt worden.

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Einstimmiges Votum für Ludwig Theuvsen in kreisübergreifender Mitgliederversammlung

Quelle: Schneemann

Krebeck. Bei der Urwahl entfielen auf Theuvsen bei einer Enthaltung 134 von 135 Stimmen. Beide CDU-Kreisvorstände hatten den Göttinger Hochschulprofessor bereits im Januar mit großer Mehrheit als Kandidaten nominiert. Das wurde jetzt durch das Votum der Parteibasis bestätigt. Weitere Vorschläge gab es in der Versammlung nicht.

Auf dem Parkplatz am Bürgerhaus mischten sich Göttinger und Osteroder Kennzeichen. Retro-Kennzeichen ermöglichen auch nach der Kreisfusion freie Wahl der Nummernschilder. Zur Wahl ihres Landratskandidaten waren mehr als 2500 CDU-Mitglieder aus beiden Kreisen aufgerufen. Die Osteroder Kreisvorsitzende Susanne Mackensen-Eder begrüßte Theuvsens Versicherung, dass es im neuen Landkreis keine Bürger erster und zweiter Klasse geben dürfe.

Theuvsen sei durch die Wissenschaft geprägt, lebe aber nicht im Elfenbeinturm, habe Verwaltungserfahrung und kenne den ländlichen Raum, aber auch das Stadtleben, sagte der Göttinger Kreisvorsitzende Fritz Güntzler, der die Versammlung leitete. Der kompetente, menschliche und sympathische Rheinländer und Karnevalist komme bei den Menschen an. Theuvsen ist auf dem Dorf großgeworden, katholisch, verheiratet und kann auf eine „kurze, aber intensive politische Vita“ zurückblicken. Erst vor fünf Jahren ist er dem CDU-Stadtverband Göttingen beigetreten, dessen Vorsitzender er ist.

Als ein Ziel nannte der Landratskandidat die Sicherung einer flächendeckenden und bürgernahen Infrastruktur im neuen Kreis. Er will die Kreisumlage auf ein „vernünftiges Maß“ zurückfahren („das Geld gehört in die Gemeinden“) und wegkommen von einer „zu betulichen und auf eine Person konzentrierten Führung des Kreises“.

„Hochmut kommt vor dem Fall“, meinte Lothar Koch (MdL) in Richtung SPD: „Wir sollten die Kreisfusion zu unserer Erfolgsgeschichte machen“. Güntzler räumte ebenso wie der Göttinger CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Harald Noack ein, nicht gerade Befürworter der „mit Risiken behafteten und ohne Bürgervoten beschlossenen Kreisfusion“ zu sein, aus der man jetzt das Beste machen müsse. „Bleiben Sie nicht auf der Tribüne sitzen, kommen Sie auf den Platz“, warb Güntzler für den Kommunalwahlkampf: „Wir setzen nicht auf Platz, wir setzen auf Sieg. Der Anfang wurde heute gemacht.“ Die Landratswahl ist für den 11. September geplant.

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