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Caritas organisiert einwöchiges Tagesausflugsprogramm für Senioren

Urlaub in der eigenen Stadt Caritas organisiert einwöchiges Tagesausflugsprogramm für Senioren

Der Sommer ist die Zeit, einmal so richtig auszuspannen und wegzufahren. Doch: Wenn die Mobilität eingeschränkt ist oder es niemanden mehr gibt, mit dem man verreisen könnte, ist die Planung eines Urlaubes nicht ganz einfach. „Urlaub ohne Koffer“ soll da Abhilfe schaffen.

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Urlaub im Kloster: Bei den Ursulinen informieren sich Teilnehmer der Caritas-Aktion über den Gästebereich.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Die Idee der Aktion der Caritas in Duderstadt: Eine Woche lang werden die „Urlauber“ von zuhause abgeholt, kommen – wie im Hotel – zum Frühstück zusammen und verbringen die Tage bei wechselndem Programm miteinander. Am Abend wird jeder zurückgefahren und übernachtet im eigenen Bett.

 
„So fällt das Kofferpacken weg“, begründet Michael Mücke als einer der Organisatoren. Außerdem hätten die Teilnehmer auf diese Weise die Chance, ihre Tiere selbst zu versorgen oder eventuell nötige Erledigungen wahrzunehmen.
Viele der 16 Teilnehmer lebten allein, einige seien auf Unterstützung angewiesen. Diese werde von sieben Freiwilligen geleistet – oder auch untereinander. „Das Gruppenerlebnis ist ganz wichtig“, glaubt Mücke. 

 
So beginne ein jeder Tag mit ausführlichen Gesprächen beim Frühstück. „Anschließend unternehmen wir etwas.“ Mit einem Bus der Lebenshilfe würden die Senioren zu den Ausflugsorten gebracht. Am Montag ging es zum Sonnenstein, am Dienstag wurde die Heinz-Sielmann-Stuftung besucht, am Mittwoch standen ein Stadtrundgang durch Duderstadt und ein Besuch des Ursulinenklosters auf dem Programm. „Viele Orte kennen die Teilnehmer natürlich“, erklärt Mücke. Doch in der Konstellation ergäben sich neue Eindrücke. 

 
Deutlich zu spüren war dies im Kloster, wo die Teilnehmer zunächst von Sabina Mitschke und der stellvertretenden Oberin Schwester Ignatia durch den Gästebereich geführt wurden: Kaum hatte Mitschke begonnen, aus der Geschichte des Klosters zu berichten, stellten die Teilnehmer Fragen – entweder, weil sie selbst einmal Klosterschüler gewesen waren oder im Kloster gearbeitet hatten, oder weil sie andere Erinnerungen an das Kloster in vergangenen Jahrzehnten hatten. Zugleich lernten sie Bereiche kennen, in die sie bisher keinen Blick werfen konnten: So waren die „Urlauber“ überrascht, dass das das Kloster Gästezimmer biete beinahe wie ein Hotel. „Der Unterschied ist, dass wir auf den Zimmern keinen Fernseher haben und keine Minibar. Und die Betten müssen die Gäste auch selbst machen“, erklärte Schwester Ignatia. Auch die Terrasse und der Raum, in dem sich die Senioren zum Yoga mit Annemarie Hug trafen, war vielen nicht geläufig.

 
In den nächsten Tagen wird das Programm fortgesetzt mit einem Besuch der Wallfahrtskapelle in Etzelsbach und einem Nachmittag mit Musik von Wolfgang „Charly“ Weng und einem Ausflug zum Seeburger See.

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©Richter