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Schnittstelle zwischen Gemeinwesen und ambulanter Versorgung

Caritas-Modellprojekt Schnittstelle zwischen Gemeinwesen und ambulanter Versorgung

Die Caritas hat am Freitag das Modellprojekt „Dorf-FSJler, Dorf-BFDler und Flüchtlingstandems zur Verbesserung der sozialen Daseinsvorsorge im Eichsfeld“ gestartet. Es soll als Schnittstelle zwischen Gemeinwesenarbeit und professioneller ambulanter Versorgung im ländlichen Raum dienen.

 

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Wollen in ihrem Freiwilligendienst viel bewirken (v.l.): Petra Fritsch, Luna Marie Quinque, Luca Raabe, Alicia Bohnsack und Jonas Aschoff.

Quelle: Soeren Kracht

Duderstadt. „Wir sehen uns als Caritas sehr stark in der Mitverantwortung“, erklärte Vorstandssprecher Ralf Regenhardt. Das Modell sei entwickelt worden in Anlehnung an die Dorfschwestern, die bis in die 70er-Jahre in den Dörfern als Ansprechpartner fungierten. „Diese verfügten über gewisse Netzwerke“, erklärte Regenhardt. „Diese Grundlage haben wir dann weiterentwickelt.“ Südniedersachsen stehe wie kaum eine andere Region für den demografischen Wandel. Und so gebe es zahlreiche Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen, um den Menschen auf den Dörfern eine größtmögliche Lebensqualität zu bieten.

Keine Zweifel am Erfolg des Projektes zeigte der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Matthias Wunderling-Weilbier. „Ich erlebe in Duderstadt immer wieder, dass die Bürgergemeinschaft, die Politik und auch die Organisationen und Vereine sich sehr stark engagieren.“ Projekte würden gut und schnell umgesetzt. Das sei nun auch erforderlich, um Antworten auf die immensen Herausforderungen zu finden. Die Menschen würden hauptsächlich Fragen zu den Themen Bildung, Gesundheit, Mobilität und dem Vorhalten der notwendigen Infrastruktur stellen. „Wenn wir nur an einer Stelle einknicken, haben wir schon verloren“, so der Landesbeauftragte.

Startschuss für das Modellprojekt vor dem Lorenz-Werthmann-Haus

Startschuss für das Modellprojekt vor dem Lorenz-Werthmann-Haus

Quelle: Soeren Kracht

Einstimmige Beschlüsse

Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit. Es sei wichtig, dass einer den anderen unterstütze und nicht in Konkurrenz trete. Welche Bedeutung dem Modellprojekt politisch beigemessen werde, zeige sich daran, dass die Beschlüsse alle einstimmig ausgefallen seien.

Gieboldehausens Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) erklärte, er habe das Projekt zwar von seiner Vorgängerin Marlies Dornieden vererbt bekommen, habe es aber von Anfang an interessant gefunden. Erfahrung habe er ebenfalls mit dem Thema. So hätten sich die Auszubildenden während seiner Ausbildung 2003/04 in Göttingen zum Fachdienstleiter Gedanken machen sollen, eine ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe im ländlichen Raum aufzubauen. Das sei viel schwieriger als in einem Oberzentrum wie Göttingen mit kürzeren Wegen und besserer Infrastruktur.

Zusammenspiel der Kräfte

„Nur das Zusammenspiel der Kräfte wird dazu beitragen, dass wir Lösungsansätze finden“, erklärte Regenhardt abschließend. An dem zweijährigen Modellprojekt beteiligen sich 16 Ortschaften aus Duderstadt und Gieboldehausen, in denen die Schnittstelle zwischen Gemeinwesenarbeit und ambulanter Versorgung erprobt und weiterentwickelt werden soll. Ziel ist , die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den beteiligten Dörfern langfristig zu verbessern und ein Konzept zu schaffen, welches sich anschließend auf andere Ortsverbände und Dorfgemeinden übertragen lässt. Als Ansprechpartner in den Orten präsentierten Manuela Kunze von der Stabsstelle Verbandsentwicklung und Projektkoordinatorin Sandra Holzapfel die Freiwilligen Luna Marie Quinque, Petra Fritsch, Luca Raabe, Alicia Bohnsack und Lukas Aschoff

Von Rüdiger Franke

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