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Betreuungsgruppe in Ebergötzen geplant

Caritas Duderstadt Betreuungsgruppe in Ebergötzen geplant

Gruppen, in denen stundenweise Pflegebedürftige betreut werden können, hat der Caritasverband bereits in Duderstadt, Giebldehausen, Rhumspringe und Bilshausen etabliert. Jetzt soll auch in Ebergötzen eine Carena-Gruppe (Caritas entlastet Angehörige) gegründet werden - aber nicht im Alleingang.

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Die Tagespflege der Caritas in Duderstadt.

Quelle: Thiele

Ebergötzen. Seit vergangenem Jahr gewährt die Pflegekasse monatlich einen zusätzlichen Betreuungsbetrag von 104 Euro, bei Demenzerkrankungen bs 208 Euro. Das hat die Gründung weiterer Carena-Gruppen beflügelt. In Ebergötzen wolle die Caritas auf vorhandene Strukturen zurückgreifen, mit der Nachbarschaftshilfe Radolfshausen und dem Deutschen Roten Kreuz zusammenarbeiten sagt Sozialstationsleiter Gerd Hegerkamp. Mit Pflegedienstleiterin Beate Kracht hat er das Projekt beim Helfertreffen der Nachbarschaftshilfe vorgestellt und damit offene Türen eingelaufen.

Die vor fünf Jahren durchgestartete Nachbarschaftshilfe verfügt in jedem Dorf über Ortsvertreter, vermittelt ehrenamtliche Helfer von Behördengängen bis zu Fahrdiensten und hat auch die derzeit 14 Flüchtlinge in Ebergötzen einbezogen. Von der Samtgemeinde angedacht ist auch ein Familienzentrum, das vom Landkreis unterstützt wird und an Schule, Kindergarten oder Kommunalverwaltung angebunden werden soll.

Zunächst einmal geht es aber um die Gründung der Carena-Gruppe. Das Team der Caritas-Sozialstation betreut allein in der Samtgemeinde täglich 130 Patienten. „Bei der täglichen Pflege stellen wir immer wieder fest, dass Angehörige an der Belastungsgrenze stehen“, sagt Hegerkamp: „Sie erhalten nur begrenzte Unterstützung, drohen häufig in die soziale Isolation abzugleiten, sind durch körperliche und psychische Belastungen und die ständige Präsenzpflicht überfordert.“ Und wenn die Angehörigen ausfallen, drohe häufig die stationäre Unterbringung Pflegebedürftiger.

Die Carena-Gruppe soll Angehörigen wenigstens stundenweise etwas Luft verschaffen. An einem festen Wochentag zu festen Zeiten können in der Gruppe fünf bis zwölf Senioren von einer Pflegekraft und ehrenamtlichen Helfern betreut werden. Die Kosten betragen rund 30 Euro für drei Stunden, mit Fahrdienst rund 40 Euro. Die Helfer bereiten Beschäftigungsangebote vor, bekommen ihre Fahrtkosten erstattet und können auch selbst Hol- und Bringdienste übernehmen. Als Ort für die Gruppe hat Hegerkamp nach Gesprächen mit Gemeindebürgermeister Detlef Jurgeleit (SPD) das Dorfgemeinschaftshaus Ebergötzen ins Auge gefasst.

Wer helfen möchte, kann sich bei der Caritas (Telefon 05527/981316), bei Hannelore Göttinger vom DRK (Telefon 05507/608) oder der Nachbarschaftshilfe (Telefon 05507/96780) melden. Die Helfer sollten körperlich fit, kommuniktiv und geduldig sein, sagt Hegerkamp: „Sie sollten Spaß am Singen haben und auch beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht verlieren können.“

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