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Caritas und Familienzentren St. Antonius Gieboldehausen arbeiten eng zusammen

„Enormer Bedarf“ Caritas und Familienzentren St. Antonius Gieboldehausen arbeiten eng zusammen

Die Familienzentren St. Antonius und Heilige Familie und die Caritas haben eine Kooperation aufgebaut. Gemeinsames Ziel ist es, Bedürfnisse von Menschen zu erfassen und ortsnah ein niederschwelliges Angebot bereit zu halten, bei dem Beratung, Betreuung und Begegnung im Mittelpunkt stehen. Schuldnerberater Thomas Pohl und Erziehungsberater Markus Piorunek sind jeweils einmal pro Woche vor Ort.

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Hand in Hand: Evelin Thiede (l.) und Monika Nickel, Leitung Familienzentren, Caritas-Berater Markus Piorunek (2.v.l.) und Thomas Pohl.

Quelle: Richter

Gieboldehausen. „Wir wollten dort, wo die Menschen ohnehin schon einen Anlaufpunkt haben, das Angebot erweitern“, sagt Evelin Thiede, Leiterin der Familienzentren St. Antonius und Heilige Familie, die in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Laurentius sind.

„Die Hemmschwelle ist höher geworden, sich wirklich auf den Weg zu machen, insbesondere weil das Leben der Leute komplexer geworden ist und sie häufig unter Druck stehen“, registriert Thiede. „Zeit ist ein wichtiger Faktor für Familien“, ergänzt die stellvertretende Leiterin Monika Nickel.

Mit der Kooperation sei ein Angebot geschaffen worden, den Bürgern ohne großen Fahr- und Kostenaufwand und ohne Hemmschwellen auf Augenhöhe zu begegnen, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen.

Je größer die Entfernung von der Schuldnerberatung in Duderstadt ist, umso geringer ist die Bereitschaft von Überschuldeten, die Beratungsstelle aufzusuchen. Aufgrund dieser Erkenntnis hat die Caritas in Duderstadt neue Kooperationspartner gesucht, erläutert Thomas Pohl, der jeden Dienstag von 8 bis 10 Uhr zur Sprechstunde in das Familienzentrum St. Antonius, St.-Laurentius-Straße 2, kommt.

Dabei verschafft er sich zunächst einen Eindruck, in welchen sozialen Bezügen die Betroffenen leben. Pohl stellt einen Haushaltsplan auf, überprüft, ob weitere Sozialmaßnahmen des Staates in Anspruch genommen werden können und sucht nach Möglichkeiten, wie sich Geld einsparen oder Einnahmen erhöhen lassen.

Besucht wird die Sprechstunde nach seinen Worten beispielsweise von „Aufstockern“, denen nicht jeden Monat die gleiche Summe bereit steht, Jugendlichen mit geringem Einkommen, die Probleme mit alten Handyverträgen haben und von Paaren, die sich getrennt haben und bei denen es finanzielle Probleme gibt.

„Einen enormen Bedarf“ registriert auch Caritas-Erziehungsberater Piorunek, der jeweils mitwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr für die Erziehungsberatung nach Gieboldehausen kommt. „Es gibt viele Fragen und Sorgen“, so Piorunek, der „ein enges Miteinander“ im Familienzentrum bemerkt. Sowohl Eltern als auch Erzieherinnen würden das Angebot nutzen.

Gründe für Probleme mit Kindergartenkindern könnten Trotz, Opposition, Geschwisterrivalität oder Aggression sein.

„Wir können uns vorstellen, dass im Laufe der Zeit noch weitere Angebote dazu kommen“, betont Piorunek. Um Wartezeiten bei der Erziehungsberatung zu vermeiden, empfiehlt er eine telefonische Anmeldung im Familienzentrum unter 05528/8851 oder im Caritas-Zentrum Duderstadt unter 05527/981360.

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