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Caritas würdigt Pflegekräfte

Dankesworte in Duderstadt Caritas würdigt Pflegekräfte

Bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte fordert der Caritasverband Südniedersachsen. Den eigenen Mitarbeitern dankte die Caritas im Zuge einer landesweiten Aktion zum internationalen Tag der Pflege am Freitag, 12. Mai, symbolisch mit Schokoladenpräsenten.

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Quelle: Mahnkopf

Duderstadt. Die Bezahlung von Pflegekräften ist schlecht, der Arbeitsdruck hoch, die gesellschaftliche Wertschätzung gering. Kritik daran üben Geschäftsführer Ralf Regenhardt und Pflegedienstleiter Gerd Hegerkamp. Bei der Caritas wird immerhin nach Tarif gezahlt, viele private Anbieter orientieren sich am Mindestlohn. "Der Wettbewerb in der Pflege wird aktuell nicht über Qualität, sondern Lohndumping geführt", beklagt Regenhardt. Den hehren Worten von Politikern würden keine Taten folgen, die Leistungen der Kranken- und Pflegekassen nicht ausreichen: "Pflegekräfte leisten einen Spitzenjob ohne Spitzenbezahlung."

In Niedersachsen sei die Situation besonders prekär - sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Pflege, sagt Hegerkamp. Es werde immer schwieriger, für die physisch und psychisch belastende Arbeit Mitarbeiter zu finden, die Anzahl der Bewerbungen sei stark rückläufig: "Wir können nicht mehr allen Anfragen nachkommen, der Pflegenotstand hat das Eichsfeld erreicht." Sowohl die Vergütungen als auch die Rahmenbedingungen im Pflegealltag müssten verbessert werden, die Mitarbeiter mehr Zeit für die Pflege haben.

Die Situation werde sich mit der demografischen Entwicklung weiter verschärfen, befürchtet Hegerkamp. Der Einsatz technischer Hilfsmittel erleichtere die Arbeit, meint Regenhardt. Pflegeroboter, wie sie in Japan bereits eingesetzt werden, seien aber keine Zukunftsperspektive, ethisch problematisch und das Gegenteil von zuwendungsorientierter Pflege. Die rund 200 überwiegend weiblichen Mitarbeiter der beiden Sozialstationen des Caritasverbands Südniedersachsen betreuen täglich mehr als 1000 Patienten in der Tagespflege und der ambulanten Pflege, die meisten davon im Eichsfeld.

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©Richter