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Duderstadt hat gut abgeschnitten

Cima-Passantenbefragung Duderstadt hat gut abgeschnitten

Der zweite Teil der Vorbereitungen für ein gesamtstädtisches Einzelhandelskonzept für Duderstadt liegt vor. David Kamin, Berater bei der Firma Cima, präsentierte die Ergebnisse einer Passanten- und Online-Befragung zum Einkaufsverhalten den Mitgliedern des Bauausschusses im Rat der Stadt Duderstadt.

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Duderstadt. Zwei Tage lang hatten Mitarbeiter der Cima Beratung + Management GmbH Passanten auf der Marktstraße und im Bereich des Einkaufszentrums Feilenfabrik zu Vorteilen des Einkaufens in Duderstadt, fehlenden Angeboten und Besonderheiten in der Stadt befragt. 194 Bürger und Besucher der Stadt füllten den Fragebogen am 9. beziehungsweise 10. August auf der Straße aus, 279 beteiligten sich im Umfragezeitraum von drei Wochen online.

 

"Auch der Wochenmarkt nimmt eine bedeutende Rolle als Besuchsgrund in der Stadt ein"
David Kamin, Berater bei der Cima

 

Die 473 Befragten, die zu mehr als drei Vierteln aus dem Stadtgebiet stammten. zeichneten ein überwiegend positives Bild der Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt. So sei der Grund des Aufenthalts in der Stadt - abgesehen vom Wohnen - bei 77,2 Prozent der Befragten das Einkaufen gewesen, berichtete Kamin. Mehr als jeder zweite Befragte nutze auch die Angebote Gastronomie, Freizeit, Bummeln und Arztbesuch beziehungsweise weitere Dienstleistungen während seines Stadtbesuchs. "Auch der Wochenmarkt nimmt eine bedeutende Rolle als Besuchsgrund in der Stadt ein", sagte er. Während das Einkaufszentrum Feilenfabrik eher als gezielter Anlaufpunkt für einen schnellen Einkauf genutzt werde, wie die Abfrage der Verweildauer zeige, sei die Innenstadt ein Ort für den längeren Aufenthalt. 

 

Kritik am Bekleidungsangebot im üblichen Rahmen

 

"Fast ein Viertel der Befragten sucht die Einkaufsbereiche von Duderstadt fast täglich auf", referierte Kamin ein weiteres positives Ergebnis. Die Mehrheit nutze die Einkaufsbereiche zwei bis drei Mal in der Woche. Korrespondierend mit den Angaben über Lebensmitteleinkäufe hätten rund 85 Prozent angegeben, mindestens einmal in der Woche einkaufen zu gehen. Das sei ein "klasse Wert", sagte Kamin. Auch im Bereich Drogerieartikel und Bekleidung sei das Angebot offenbar attraktiv für Einkäufer, hätten die Ergebnisse gezeigt. Zugleich seien 157 Personen nicht einverstanden mit dem Angebot an Bekleidung - ein ganz normaler Wert, erläuterte Kamin. Dieser erkläre sich aus den unterschiedlichen Bedürfnissen der Einkäufer. Während die einen einen günstigen Filialisten mit junger Mode vermissten, hätten die anderen gern Nobel-Boutiquen.  

 

Ein Drittel lässt mehr Geld in Duderstädter Geschäften

 

Etwa ein Drittel der Befragten gebe heute mehr Geld in Duderstadt aus als vor drei Jahren, 47,4 Prozent seien als "Stammkunden" zu bezeichnen und ließen etwa denselben Betrag da wie zuvor. Bei 18,8 Prozent habe Duderstadt als Einkaufsstadt an Bedeutung verloren, sagte Kamin. Dafür könne es Gründe geben, die nichts mit dem Angebot zu tun hätten, wie etwa Arbeitslosigkeit oder Auszug der Kinder, für die bisher mit eingekauft worden sei. 

 

Fußgängerzonen-Dilemma

 

Dennoch habe es auch kritische Stimmen gegeben: Bemängelt worden seien die unterschiedlichen Öffnungszeiten in den einzelnen Geschäften. Befragte hätten das Angebot als "altmodisch" empfunden oder die Verkäufer als "unfreundlich". Auch das Thema Verkehr in der Fußgängerzone habe eine Rolle gespielt, so Kamin: Fehlende Parkmöglichkeiten und schlechte Erreichbarkeit seien ebenso bemängelt worden wie der Verkehr in der Fußgängerzone - das Dilemma, mit dem sich die Politik in der Stadt immer wieder zu beschäftigen hat.

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©Richter