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Country- und Westernclub Bilshausen weiter ohne neues Domizil

Passendes Areal gesucht Country- und Westernclub Bilshausen weiter ohne neues Domizil

Der Country- und Westernclub Bilshausen ist immer noch auf der Suche nach einem neuen Vereinsgelände. Bis sie ein passendes Areal gefunden haben, treffen sich die Clubangehörigen in der Scheune von Gründungsmitglied Hans-Werner Althaus. Nach der Pause im vergangenen Jahr will der Verein am Sonnabend, 5., und Sonntag, 6. Juni, wieder ein Country-Weekend auf dem örtlichen Schützenplatz ausrichten. 

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Sprechen über mögliche Standorte für das neue Vereinsdomizil des Country- und Westernclubs Bilshausen: Uwe Engelhardt (l.), Detlef Engelhardt (r,) und Hans-Werner Althaus, dessen Scheune derzeit Treffpunkt für die Mitglieder ist.

Quelle: Thiele

Bilshausen. „Die Gruppe Slow Horses und der Countrysänger Willie aus Braunschweig werden auftreten“, kündigt Vorsitzender Uwe Engelhardt an.

Er hatte den Verein 1998 mit anderen Bilshäuser Fans dieser Musik und Kultur ins Leben gerufen. 2014 sei das Fest ausgefallen, „weil die Moral am Boden war“. Grund: Der Verein musste sein rund 5000 Quadratmeter großes Vereinsgelände „El Dorado“ räumen und die als Vereinshaus genutzte und vom Club erweiterte und modernisierte Fischerhütte abreißen.

Der Landkreis hatte moniert, dass für die mittlerweile im Landschaftsschutzgebiet stehende, Jahrzehnte alte Hütte keine Baugenehmigung vorliege.

Ins Rollen gekommen war der Ärger bereits kurz nachdem der Verein 2006 das südlich von Bilshausen gelegene und seit 1999 von ihm bereits gepachtete Gelände erworben hatte. In einem Schreiben wies der Landkreises darauf hin, dass für den Bach, den der Club nur zu seinen Festivals angestaut hat, seit 1998 keine Staurechte vorlägen.

„Um Ruhe reinzukriegen und um das Vereinsheim zu erhalten“

Wenig später seien Vertreter des Landkreises zu einer Begehung des benachbarten Areals gekommen, auf dem eine Biogasanlage geplant war, berichtet der Vorsitzende. Dabei sei der Blick der Landkreismitarbeiter  auch auf das Vereinsgelände des Country- und Westernclubs gefallen.

Bald danach habe der 60 Mitglieder zählende Verein einen Brief erhalten, indem nach der Baugenehmigung gefragt worden sei. Alle Versuche, diese nachträglich zu erhalten, seien gescheitert, so Engelhardt.

„Um Ruhe reinzukriegen und um das Vereinsheim zu erhalten“, habe der Verein nach dem Countryfest 2011 damit begonnen, alle zwischenzeitlich von ihm errichteten Bauten wie die Tanz- und Musikbühne oder Feuerstätte zurückzubauen, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Detlef Engelhardt.

„Am besten wäre ein Stück Wald“

Trotz Einschalten eines Rechtsanwalts und Gesprächen mit Politik und Verwaltung ließ sich der Abriss der Fischerhütte im vergangenen Jahr nicht mehr aufhalten. „Wir hatten alle Tränen in den Augen“, sagt der Bilshäuser rückblickend auf diese Arbeitseinsätze.

Die Gemeinde habe den Club immer wieder bei der Suche nach einem neuem Gelände unterstützt, betont Engelhardt. Doch entweder seien die Flächen zu klein gewesen, Gespräche mit Landwirten zu keinem Abschluss gekommen oder andere Gründe hätten eine Lösung verhindert.

„Am besten wäre ein Stück Wald, in dem eine Scheune oder Hütte steht, die man ausbauen kann“, erläutert Engelhardt das Problem. Sei eine geeignete Fläche gefunden, könne mit dem Besitzer auch über einen Flächenaustausch mit dem bisherigen Areal des Vereins gesprochen werden.

Erfreulich sei, dass trotz aller Probleme rund 20 neue Mitglieder in den vergangenen Jahren den Weg zum Bilshäuser Country- und Westernclub gefunden hätten, so Uwe Engelhardt. „Unser wichtigstes Ziel ist im Moment, den Verein zusammenzuhalten und die Jugend zu animieren, weiterzumachen.“

Von Axel Artmann

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