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DLRG-Eichsfeld-Vorsitzender sorgt sich um Hallenbad

Arend: Schließung wäre Untergang für Schwimmbetrieb DLRG-Eichsfeld-Vorsitzender sorgt sich um Hallenbad

Duderstadt. Ein größerer Defekt, und der Badebetrieb im Duderstädter Hallenbad Auf der Klappe steht vor der Schließung. Der Vorsitzende der DLRG Eichsfeld, Dieter Arbend, hofft, dass dennoch eine Möglichkeit gefunden werden kann, Sportschwimmern und Schwimmschülern ein Becken zur Verfügung stellen zu können.

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Quelle: Richter

371 Bäder sind deutschlandweit seit 2007 geschlossen worden, 670 ständen auf der Kippe. 40 Bäder haben allein in Niedersachsen in diesem Zeitraum dicht gemacht, weitere 104 sind akut von der Schließung bedroht. Dabei sei der Anteil der betroffenen Hallenbäder überproportional hoch. Diese Zahlen hat in dieser Woche Hans Hubert Hatje, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, genannt.

Auch in Duderstadt sieht es nicht gut aus für das Hallenbad. Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der betreibenden Eichsfelder Blockheizkraftwerk und Bäder-Geselschaft macht daraus keinen Hehl. „Sofern größere Schäden auftreten, wird das Bad geschlossen. Dann muss der Aufsichtsrat entscheiden, wie es weitergeht.“ Eine Bestandsgarantie für die laufende Saison könne er nicht geben.

Nach rund 40 Jahren gebe es immensen Sanierungsbedarf im Hallenbad. Zuletzt hatte Kuhlmann laut einem Gutachten Kosten in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro angesetzt. Viel Geld, wenn man bedenkt, dass auch die Freibad-Sanierung mit rund 3,6 Millionen Euro zu Buche schlüge, ginge man sie an. Daher sind zuletzt Gedankenspiele betrieben worden, ein kleines Hallenbad auf dem Freibadgelände neu zu errichten und den Betrieb des alten einzustellen.

Dieter Arend, Vorsitzender der DLRG-Eichsfeld hofft, dass zumindest ein Minimal-Angebot aufrecht erhalten werden könne. Dies wäre auch im Sinne der Stadt Duderstadt und der Betreibergesellschaft – woher das Geld dafür kommen soll, ist bisher ungeklärt. In diesem Jahr hätten die DLRG ebenso wie die anderen Nutzer des Hallenbades, eine lange Sommerpause hinnehmen müssen, „die an den Rand des Erträglichen“ geführt habe, so Arend.

Dass die Halle seit Jahren „auf Kante“ gefahren werde und dringend notwendige Unterhaltungsarbeiten aus Kostengründen nicht vorgenommen würden, sei ihm bewusst. „Praktisch jeder Rohrbruch könnte das Aus für die gesamte Halle bedeuten.“

Ihm seien zudem Klagen von Eltern, Lehrern und Ausbildern seines Vereins zu Ohren gekommen, das Wasser sei so kalt, dass es kaum mehr für eine Kinderausbildung geeignet erscheine. „Es ist bei der Halle eigentlich „fünf nach zwölf“, glaubt Arend und verweist auf Hann. Münden, wo die kreiseigene Halle mit gleichen technischen Problemen kurzerhand dicht gemacht wurde.

Ähnliches fürchte er für Duderstadt. Arend fordert, ein Mindestangebot vorzuhalten, dessen jährliche Unterhaltskosten durch Formen genossenschaftlichen Unterhalts zu minimieren sein müssten. Keinesfalls dürfe an eine „Schwimmoper“ gedacht werden, ein Spaßbad. Davon gebe es in der Umgebung genug. „Dort lernen Kinder nicht schwimmen, dort werden keine Rettungsschwimmer ausgebildet, dort kann der Leistungssport Schwimmen nicht ausgeübt werden.“

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©Richter