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DUD setzt sich bei Kennzeichen durch

5555 mal DUD DUD setzt sich bei Kennzeichen durch

Der 5555. Fahrzeughalter im Eichsfeld hat sich seit der Reform der Fahrzeugzulassungsverordnung vor vier Jahren für ein DUD-Kennzeichen entschieden. Landrat Bernhard Reuter (SPD) und Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) sprachen ihre Glückwünsche aus und lobten das „Bekenntnis zur Heimat“.

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Landrat Bernhard Reuter (l.) und Bürgermeister Wolfgang Nolte (r.) gratulieren Leo Lautenbach zum DUD-Bekenntnis.

Quelle: Oliver Thiele

Duderstadt. Leo Lautenbach hat als Duderstädter Fahrzeughändler zwar nur für einen Kunden die Nummernschilder bei der Zulassungstelle auf dem Euzenberg beantragt, spricht sich aber auch für das DUD-Kennzeichen aus. Möglich wären nämlich auch Kennzeichen mit GÖ oder mit HMÜ, die ebenfalls im gesamten Landkreis unabhängig vom Wohnort des Fahrzeughalters erlaubt sind, „und ab November ist im Zuge der Landkreisfusion auch OHA möglich“, erklärte Reuter.

Mehr Zeichen für Duderstadt

Im großen Landkreis soll es nämlich keinen Zentralismus geben, sondern jeder soll die Möglichkeit haben, auch über sein Nummernschild seine Identität und Heimatverbundenheit zu behalten, so Reuter. Nolte sieht zudem einen touristischen und wirtschaftlichen Faktor, sich mit dem Nummernschild zur Region zu bekennen.

Seine Bitte an Reuter: Auch für Untereichsfelder solle es im Zuge der Landkreisfusion möglich sein, ein Nummernschild mit fünf individuellen Zeichen zu beantragen, wie es die Göttinger jetzt schon dürften. Bisher seien in Duderstadt nämlich nach dem DUD nur vier weitere Zeichen erlaubt.

Zum alten Kennzeichen zurück

Ein Forschungsprojekt von Prof. Ralf Borchert an der Hochschule Heilbronn hat ergeben, dass zwei Drittel von mehr als 50000 Befragten in den alten Bundesländern, wo die Gebietsreformen zum Teil 40 Jahre zurückliegen, zum alten Kennzeichen zurück wollten. In den neuen Bundesländern gebe es sogar noch mehr Identifikation mit dem alten Kennzeichen.

Auffällig sei jedoch auch die Zustimmung für die alten Kennzeichen bei der Altersgruppe von Fahrzeughaltern bis 30 Jahren. „Offensichtlich besteht ein eindeutiger Wunsch bei jungen Menschen nach Verortung in ihrer Stadt“, stellte Borchert fest. Im Landkreis Göttingen gibt es zurzeit rund 100 000 GÖ-Kennzeichen, mehr als 7000 HMÜ- und nun 5555 DUD-Kennzeichen.

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