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„Dann hätten wir den Lückenschluss“

Ortsumgehung Duderstadt „Dann hätten wir den Lückenschluss“

Der Entwurf zum neuen Bundesverkehrswegeplan, den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat, stößt auf breite Zustimmung aus den Reihen der CDU. Unter anderem sind darin die noch fehlenden Abschnitte der Ortsumgehung im Bereich Duderstadt aufgeführt.

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Duderstadt. „Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Wege der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in unserer Heimatregion getan“, zeigte sich Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erfreut über die Nennung im Referentenentwurf. Bis zur Umsetzung könne es zwar noch ein weiter Weg sein, doch die Erfahrung habe ihn gelehrt, dass die Berücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan die beste Voraussetzung sei. „Dann hätten wir den Lückenschluss.“ Von Göttingen bis zur Autobahn 38 sei dann eine durchgehend schnelle Strecke gegeben.

Planfeststellungsbeschluss im ersten Halbjahr 2017

Nun stehe die weitere Arbeit am Planfeststellungsverfahren an. Ende April gebe es dazu Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsbeteiligung auf Thüringer Seite, sagte Nolte. Dort sollen der Planungsstand für die Ortsumgehung im Bereich Ferna / Teistungen im Zuge der Bundesstraße 247 erläutert werden. Der Planfeststellungsbeschluss werde für das erste Halbjahr 2017 angestrebt. „Dieser ist vergleichbar mit einer Baugenehmigung“, erklärt Nolte: Sofern die Finanzierung geklärt sei, könne der Bau beginnen. An dieser Stelle sei das Land Niedersachsen dann gefragt.

Wann es zur Realisierung des Projekts komme, sofern alle Genehmigungsverfahren durchlaufen seien, könne er nicht sagen, so Nolte. Erstmals habe er sich mit dem Thema Ortsumgehung 1971 beschäftigt, seit der Wende auch für die Gesamtregion. „In unserer ersten Zehn-Punkte-Erklärung 1990 waren die Verkehrsprojekte Umgehungsstraßen in der ganzen Region und Realisierung der West-Ost-Autobahn aufgeführt“, so Nolte. Mit der Autobahn 38 sei das letztgenannte Projekt umgesetzt. Der Lückenschluss sei nun der fehlende Baustein.

Das Land ist gefordert

Auch der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) lobt die Einstufung der Ortsumgehungen Duderstadt als Projekte des Vordringlichen Bedarfs. Mit diesem „Rückenwind aus Berlin“ müsse die konkrete Planung weiter zügig vorangetrieben werden, fordert Güntzler. Das Land Niedersachsen sei gefordert, die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau zu schaffen. „Der Bund wird dann das seine dazu beitragen und die notwendigen Gelder zur Verfügung stellen“, so der CDU-Politiker.

Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Obernfeld, Thomas Ehbrecht, schloss sich dem an: Der Anschluss der Umgehungsstraße im Zuge der Bundesstraße 247 bei Obernfeld und Mingerode an die fertige Trasse bei Westerode müsse schnellstmöglich erfolgen. „Obernfeld und Mingerode brauchen die Umgehung, wir wollen eine schnelle und sichere Anbindung an die Autobahn A 38 um nicht nur die Region zu stärken, sondern auch besser zu vernetzen“, sagte er. Auch forderte er die lückenlose Radweganbindung von Obernfeld bis Gieboldehausen, „die dann auch die Sicherheit für Radfahrer von Obernfeld bis Rollshausen hervorbringt“. Mit dem Radwegebau erführe der Freizeitwert der Strecke zudem eine „enorme Steigerung“, sagte er.

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