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"Das können wir auch!"

Feuerwehrwettkämpfe in Esplingerode "Das können wir auch!"

"Das können wir auch", hatte Dieter Renn, Ortsbrandmeister im baden-württembergischen Winterstettenstadt im vergangenen Jahr bei einem Pokalwettbewerb der Feuerwehren erklärt. Am Wochenende war der Zeitpunkt gekommen, seinen Worten bei den Wettkämpfen in Esplingerode Taten folgen zu lassen.

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Gastfeuerwehr aus Winterstettenstadt in Baden-Württemberg

Quelle: Rüdiger Franke

Esplingerode. Die Freiwillige Feuerwehr Esplingerode feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund hatte der Ort den Zuschlag bekommen, die Vorbereitungswettkämpfe auf die Stadt- und Gemeindewettkämpfe auszurichten, die am Sonntag, 18. Juni, in Rollshausen ausgetragen werden. Darüber hinaus gab es eben auch den Pokalwettkampf, für den sich die Baden-Württemberger angekündigt hatten.

"Ich habe im vergangenen Jahr einfach mal eine dicke Lippe riskiert", sagt Renn, denn Pokalwettkämpfe gebe es in Baden-Württemberg nicht. Er war mit seinem Schwager Franz Freckmann, einem ehemaligen Esplingeröder, zu Besuch im Eichsfeld. Und weil die Esplingeröder Feuerwehr an dem Wochenende an einem Pokalwettkampf teilnahm, luden sie den Feuerwehrmann aus Süddeutschland ein. "Ich fand das sehr interessant", sagte Renn. "Bei uns haben wir nur das Leistungsabzeichen, vergleichbar mit den hiesigen Stadt- und Gemeindewettkämpfen."

Drei- bis viermal pro Woche Training

Die Ansage war seinerzeit schnell gemacht, doch Renns Team zog auch mit. Allerdings kannten sie den Ablauf der Wettkampfaufgabe nicht. Doch hier gab es Schützenhilfe aus dem Eichsfeld. Die Esplingeröder nahmen mehrere Videos auf – eine Übersicht des Gesamtablaufs sowie die einzelnen Stationen. Vor etwa sechs Wochen starteten die Winterstettenstädter durch. Drei- bis viermal trainierten die Feuerwehrleute aus dem kleinen Ort im Landkreis Biberach. "Das hat anfangs schon für Aufsehen gesorgt, wenn die Feuerwehr so häufig ausrückt", erzählt Renn.

Gute Leistung bei Premiere

Wegen der Unterschiede in der Ausrüstung durften die Gäste am Vormittag des Wettkampftages mit den Wettkampfgeräten üben. Das Training habe sich in mehrfacher Hinsicht bezahlt gemacht, so Renn weiter. "Man lernt dabei vor allem sein Gerät besser kennen." Das helfe auch bei Einsätzen. "Und natürlich wollen wir den Süden vertreten und ordentlich abschneiden." Das funktionierte. "Wir haben es bei uns nie unter einer Minute geschafft, hier waren es 57 Sekunden", sagt Renn. Und auch Esplingerodes Ortsbrandmeister Martin Tauchmann bestätigte den Gästen im Anschluss an den Wettkampf eine gute Leistung. Am Ende landeten sie bei 16 Teilnehmern auf dem fünften Rang hinter Rollshausen, Wehnde, Gelliehausen und Desingerode. Bei den Vorbereitungswettkämpfen siegte Brochthausen vor Mingerode, Obernfeld II, Hilkerode und Germershausen.

Wettkampf als Export nach Süddeutschland

"Das war eine sehr schöne Erfahrung für uns", sagt Renn. "Zu Hause werden wir das für unser Ortspublikum wiederholen." Und vielleicht werde die Feuerwehr in Winterstettenstadt auch solche Wettkämpfe ausrichten. "Dann können die Esplingeröder bei uns zeigen, was sie können."

Feuerwehrwettkämpfe in Esplingerode

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