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Daume mit neuem Konzept bei Eichsfelder Berufsfindungsbörse

„Wir wollen etwas Praktisches zeigen“ Daume mit neuem Konzept bei Eichsfelder Berufsfindungsbörse

„Wir haben mit rückläufigen Bewerberzahlen zu kämpfen, aber auch die Qualität der Bewerbungen lässt nach.“ Michael Gonzalez, Geschäftsführer des Unternehmens Daume, bringt ein Problem zur Sprache, das derzeit viele Firmen haben: für ihre Ausbildungsstellen qualifizierte junge Menschen zu finden, wird immer schwieriger.

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Planen die Präsentationen bei der Eichsfelder Berufsfindungsbörse: Niklas Heidelberg, Michelle Räuber und Sandra Wepel (von links).

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Die Eichsfelder Berufsfindungsbörse ist eine gute Gelegenheit, auf uns aufmerksam zu machen und unsere Ausbildungsstellen vorzustellen“, begründet Gonzalez die Teilnahme. Mehr als 50 Firmen und weitere Aussteller informieren am Sonnabend, 18. Oktober, in den Berufsbildenden Schulen Duderstadt über ihre Angebote.

„Wir haben den Messestand neu konzipiert, wir wollen etwas Praktisches zeigen“, erklärt der Geschäftsführer. Anlagenmechaniker werden vorführen, wie sie Rohre pressen und bei technischen Systemplanern sehen die Besucher, wie Zeichnungen am Computer entstehen. Neben klassischer dualer Berufsausbildung will das Unternehmen auch berufsbegleitende Studiengänge vorstellen.

Die Vorbereitungen auf die Börse haben nach Worten von Daniel Fröhlich, Assistent der Geschäftsführung, schon zu Jahresbeginn mit dem Aufbau des Internet-Karriereportals www.daume-karriere.de begonnen. Auf dessen Basis ist eine Arbeitgeberbroschüre entwickelt worden.

Realitätsnahe Eindrücke

„Wir haben uns dann auch Gedanken gemacht, wie sich der Messeauftritt attraktiver gestalten lässt und wie wir bei den Besuchern nicht nur Interesse für das Unternehmen, sondern auch für die Ausbildungsberufe wecken können“, erläutert der 22-Jährige das Vorgehen. Damit das Publikum realitätsnahe Eindrücke von den Inhalten der Ausbildung erhält, wird auch ein Video gezeigt.

„Meistens stellen Eltern die Fragen am Stand“, berichtet Sandra Wepel, die ihr viertes Lehrjahr zur Technischen Systemplanerin absolviert und über eine Bekannte auf die Ausbildung aufmerksam wurde. Mütter und Väter würden sich häufig danach erkundigen, welche schulischen Vorkenntnisse für eine Ausbildung benötigt werden, so die 24-Jährige. Bei jungen Besuchern sei oft herauszuhören, dass sie sich noch nicht mit dem Thema Berufswahl befasst haben.

Die Wege, die Jugendliche zu einem Ausbildungsplatz führen, sind vielfältig. „Ich bin über eine Zeitungsanzeige aufmerksam geworden“, sagt Niklas Heidelberg, der Anlagenmechaniker werden will und sein drittes Lehrjahr absolviert.

Mischung aus Theorie und Praxis

„Mir war nicht bewusst, was der Beruf heutzutage alles umfasst. Er ist sehr viel technischer geworden, das macht ihn interessant und vielseitig“, meint der 22-Jährige. Eine wichtige Rolle habe für seine Entscheidung auch das Vorstellungsgespräch gespielt. „Da ist mir aufgezeigt worden, was man später auf der Ausbildung aufbauen kann“, so der Benniehäuser rückblickend.

Das fünfte Semester im berufsbegleitenden Studiengang Bachelor of Arts in Business Administration absolviert Michelle Räuber aus Berlingerode. „Die Mischung aus Theorie und Praxis macht mir viel Spaß“, betont die 20-Jährige, die im Vorfeld ihrer Entscheidung ein Schulpraktikum gemacht hatte.

Geschäftsführer Gonzalez rät jungen Leuten in der Berufsfindungsphase zum Besuch der Börse. „Sie erhalten hier eine Grundidee, was es für Berufe gibt. Zugleich lernen sie die Vielfalt der Möglichkeiten und die Unternehmen mit ihren handelnden Personen kennen.“

Von Axel Artmann

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Überraschung in der Personalabteilung eines großen Göttinger Unternehmens: In seiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in dem Betrieb geht ein junger Mensch davon aus, dass die Firma Zäune  herstellt – weil er den Namen des Unternehmens auf einem Schild gelesen hat, das an einem Zaun hing. „Auch damit solche Missverständnisse nicht aufkommen, gibt es die Eichsfelder Berufsfindungsbörse“, sagt Martin Saul.

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