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Debatte um neuen Supermarkt in Nesselröden

Wollersen sieht Laden-Existenz bedroht Debatte um neuen Supermarkt in Nesselröden

In Nesselröden soll ein Supermarkt gebaut werden, sofern die politischen Gremien und Behörden grünes Licht dafür geben. Dirk Wollersen, Inhaber des Lebensmittelmarktes im Dorf, sieht darin eine Gefahr für sein Geschäft.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Nesselröden. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplanes im Bereich Spickenweg/Nathestraße beschäftigen sich die Mitglieder des Ortsrates in ihrer Sitzung am Dienstag, 13. Oktober,  um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Das Thema birgt einigen Zündstoff. Auf der Fläche soll eine gewerbliche Baufläche in eine Sonderbaufläche mit Zweckbestimmung Einzelhandel umgewandelt werden. Die Handelskette Norma will dort einen Markt mit rund 1300 Quadratmetern Nutzfläche, davon rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche, realisieren, der von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein soll. Drei bis vier Vollzeit- beziehungsweise Teilzeitstellen sollen geschaffen werden. Dabei soll das Angebot neben discounterspezifischen Waren auch Verkaufsstellen für Bäcker und Fleischer umfassen.

 
 Dieser Punkt hat bei Dirk Wollersen die Alarmglocken schrillen lassen. Der Bäcker aus Hilkerode betreibt seit 2012 einen Verbrauchermarkt im Ortskern. Und er glaubt: „In Nesselröden können nicht zwei Märkte nebeneinander bestehen.“ Sollte es zur Ansiedlung des Supermarktes kommen, werde er schließen müssen. Nicht nur wegen der Investition von rund 80 000 Euro, die er in seinen Verbrauchermarkt gesteckt hat, täte ihm das leid. „Die älteren Leute schaffen doch den Weg aus dem Ort heraus gar nicht“, glaubt er.

 
„Der Ortsrat hat sich schon um einen Supermarkt bemüht, als es noch einen Edekamarkt und einen Sparmarkt in Nesselröden gab“, erinnert Nesselrödens Ortsbürgermeister Bernd Frölich (CDU). Der Sparmarkt wurde dann durch Schlecker abgelöst, nach der Pleite des Drogerie-Discounters übernahm Wollersen das Geschäft als Bäckereifiliale mit Lebensmittelsortiment.

 
„Wir sollten die Chance nutzen, um nicht in Zukunft mit leeren Händen dazustehen“, unterstützt Frölich die Pläne für die Neuansiedlung und spricht von einem erheblichen Entwicklungsschritt für den Ort. Bei dem noch vom Landkreis zu prüfenden Projekt sei es aber wichtig, auch die vorhandene Angebote im Ortskern zu schützen. In Gesprächen mit dem Investor sollte darauf gedrängt werden, auf Fleischer- und Back-Shop zu verzichten.

 
 Seit Anfang 2015 habe es Kontakte zu einer Lebensmitteldiscount-Kette und einer für dieses Unternehmen tätige Ingenieurfirma gegeben, die sich im Sommer verdichtet hätten, heißt es in der Beschlussvorlage für den Ortsrat: „Im Ergebnis ist die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters in greifbare Nähe gerückt.“

 

Von Nadine Eckermann und Kuno Mahnkopf

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