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Demografiebeauftragte berät Mitglieder von Mingerode 2030

Gemeinsam sind Dörfer stark Demografiebeauftragte berät Mitglieder von Mingerode 2030

 Demografische Entwicklungen, Ideen, sich dieser Herausforderung zu stellen, und Potenziale dafür in den Dörfern im Eichsfeld haben im Mittelpunktes eines Gespräches zwischen Mitgliedern der Initiative Mingerode 2030 und Regina Meyer, Demografiebeauftragte des Landkreises Göttingen, gestanden.

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Quelle: ef

Mingerode.  In lockerer Runde tauschten sich Interessierte im Dorfgemeinschaftshaus Ratskeller aus, wo erstmals ein Gesprächskreis parallel zur „Offenen Kneipe“ stattfand.

Trotz der Probleme, die es im Eichsfeld wie auch in anderen Gegenden gebe, seien die Dörfer im Landkreis Göttingen gut aufgestellt. Die katholische Prägung beispielsweise in Mingerode trage zur Offenheit bei, dies sei hilfreich. Initiativen wie  Don Camillo und Peppone, die ökumenisch aufgestellt seien, würden im ganzen Landkreis beispielhaft zur  Kenntnis genommen. „Vereinsleben und Gemeinschaft sind bei Ihnen stark“, lobte Meyer. Dennoch brauche es Unterstützung von außen, um einzelne Stellen zusammenzubringen und ein Netzwerk zu bilden, auf das es stärker ankomme als je zuvor. Dies betreffe beinahe alle Lebensbereiche: Behörden müssten zusammenarbeiten, Verwaltungen sich abstimmen. Dörfer müssten in den Dialog treten, Initiativen gemeinsame Ziele benennen und mit gebündelten Kräften auftreten. Selbst in den Familien müsse in größeren Räumen gedacht werden, beispielsweise wenn ein Kind aus dem Dorf zieht und die Eltern zurücklässt. „Ganz viele Fäden müssen zusammengebracht werden, um ein Netz aufzubauen“, erklärte Meyer.

Dies sei nicht in kurzer Zeit getan. Dennoch solle sich niemand entmutigen lassen, weil Prozesse womöglich länger dauern. „Es ist eine Aufbruchstimmung im Landkreis spürbar“, sagte sie. Sie lobte Initiativen wie Mingerode 2030 dafür, dass sie sich diesem Prozess stellen – und zwar über die Generationen hinweg, wie die Runde im Ratskeller zeige. Unter den Interessierten waren ebenso Mitzwanziger wie Menschen jenseits der 70.

Das Schrumpfen der Bevölkerungszahlen sei nichts, das Angst machen müsse. „Es handelt sich um einen normalen Prozess“, in dem technische und soziale Versorgungsstrukturen angepasst werden müssten.

In Hilkerode und Breitenberg sei bereits der Versuch unternommen worden, zusammenzuarbeiten, eine andere Situation liege in der Samtgemeinde Gieboldehausen vor, die strukturell anders aufgestellt sei. Hier zeigten Beispiele wie die Bilshäuser Erzählcafés gute Ansätze. Wichtig sei, dass in jedem Ort ein fester, verantwortlicher Ansprechpartner benannt werde, der ein großes Team hinter sich habe. Außerdem müsse bei punktuellen Maßnahmen immer überlegt werden: Gibt es einen nachhaltigen Effekt? Die Zusammenarbeit mit dem eigenen Ortsrat sei ebenso wichtig wie der Kontakt zu den Nachbardörfern, um zu erfahren, wie dort mit Kernthemen wie Mobilität, Dorfläden, Familienfreundlichkeit, Breitbandausbau und Stärkung der Wirtschaft umgegangen wird.

Das nächste Gruppentreffen bei Mingerode 2030 steht am Mittwoch, 20. Mai, im Dorfgemeinschaftshaus Ratskeller an.

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©Richter