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Gebete und Transparente gegen rechts

Demo gegen NPD-„Eichsfeldtag“ in Leinefelde Gebete und Transparente gegen rechts

Ein breites Bündnis von Mitgliedern aus Kirchen, Parteien sowie Ober- und Untereichsfelder Initiativen gegen rechts haben am Sonnabend in Leinefelde gegen den von der NPD organisierten „Eichsfeldtag“ demonstriert. Mit Transparenten und Musik zogen sie zum weiträumig abgesperrten Ohne-Sportplatz.

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Ein breites Bündnis hat in Leinefelde gegen den „Eichsfeldtag“ der NPD demonstriert.

Quelle: GM

Leinefelde-Worbis. „Lasst uns unsere Stimmen erheben“, forderte Propst Hartmut Gremler die Gegendemonstranten zu Beginn in einem ökumenischen Friedensgebet in der Kirche St. Maria-Magdalena auf. „Die Würde des Menschen“, ergänzte dazu der evangelische Superintendent Andreas Piontek, „ist unantastbar, nicht die Würde der Deutschen.“ Die Rechten nähmen für sich Rechte in Anspruch, ohne sie anderen gewähren zu wollen: „Von den unmenschlichen Rassentheorien haben  die braunen Ideologen nie Abstand genommen.“

Es gehe darum, „Gesicht zu zeigen“, so Heiligenstadts Bürgermeister Thomas Spielmann (parteilos)auf der bunten Gegendemo, „zu zeigen, dass wir da sind“. Zwar gebe es Themen, die rechte Parteien aufgriffen, die politisch diskutiert werden könnten und müssten – jedoch bezweckten diese mit ihren Parolen anderes. 120 Demonstranten zogen laut Polizeisprecher Thomas Soszynski bis in Ruf- und Hörweite vor das Veranstaltungsgelände der NPD.

Auf dem Sportplatz, auf dem Thorsten Heise (NPD) seit sechs Jahren den „Eichsfeldtag“ organisiert, gab es für Kinder Hüpfburgen, für Erwachsene spielten Rechtsrockbands und bekannte Musiker der rechten Szene. Nach Polizeiangaben versammelten sich auf dem Ohne-Sportplatz rund 280 Teilnehmer, darunter auch Vertreter des „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“, der NPD und der rechtsextreme Partei „Die Rechte“.

„Die Rechten spüren sehr genau, was vor Ort fehlt“, warnte Stephanie Erben bei der Gegendemonstration. Kommunen müssten auf ihre Kinder- und Jugendarbeit aufpassen und mehr investieren, forderte die Sprecherin der Thüringer Grünen. Denn wenn deren Parolen erst auf einen Resonanzboden fielen, sei es schwieriger dagegen anzuarbeiten. Um so wichtiger sei der friedliche Protest gegen Veranstaltungen wie den „Eichsfeldtag“. „Faschismus ist keine Meinung“, so Philipp Müller, „sondern ein Verbrechen.“ Ängste und Hass­parolen träfen auf breiten Widerstand, sagte der Sprecher der Eichsfelder Jusos mit einem Megaphon in Richtung des NPD-Veranstaltungsgeländes.

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