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Denkmäler werden zur Bühne

Neun Tage Kunst, Kultur und Musik Denkmäler werden zur Bühne

Ein neuntägiges Musik-, Kunst- und Kultur-Festival verfolgt hehre Ziele: eine erhöhte Wahrnehmung der Bürger für die eigene Fachwerkstadt und Investitionen, die den Verfall geschichtlicher Bausubstanz stoppen. Das soll mit dem „Denkmal!Kunst“-Festival 2017 auch in Duderstadt erreicht werden.

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Duderstadts Innenstadt mit Rathaus und St.-Servatius-Kirche.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Die Initiatoren, Bernd Demandt und Patricia Magdalene Kenar, wissen, wovon sie sprechen. Eben solche „Denkmal!Kunst“-Festivals veranstalten sie seit 2007 in ihrer Heimatstadt Hann. Münden.

„Seitdem wurden von Festivalbesuchern rund neun Häuser gekauft, saniert und wiederbelebt“, sagen die Initiatoren und rufen nun die Bürger des Fachwerk-Fünfecks Duderstadt, Northeim, Einbeck, Osterode und Hann. Münden auf, sich mit guten Ideen, eigenem Einsatz und Vernetzung an der Organisation und Durchführung des Festivals zu beteiligen. Das ist vom 29. September bis 8. Oktober 2017 zeitgleich in den genannten fünf Fachwerkstädten geplant.

Chance fü die Städte

Vor allem alte, sanierungsbedürftige Gebäude, aber auch Kirchen, Klöster oder Kanzleien sollen eine Bühne bieten für Kunst, Musik, Kabarett, Ausstellungen, Lesungen, Shows oder Tanzveranstaltungen. Auf diese Weise sollen die Städte die Chance bekommen, ihre noch im städtebaulichen Schatten schlummernden Denkmäler zu präsentieren und Investoren oder neue Eigentümer zu finden.

„Natürlich können sich auch Hausbesitzer beteiligen, die eine bereits erfolgreich durchgeführte Sanierung vorstellen wollen“, sagte Demandt beim Treffen der ersten „Denkmalaktivisten“ im Duderstädter Rathaus, darunter Musiker, Künstler, Wissenschaftler, Architekten, Vertreter von Kirchen und Institutionen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. In dieser Runde wurde auch angesprochen, mögliche Industriedenkmäler wie die Poltehallen auf dem Euzenberg mit in die Festival-Lokalitäten aufzunehmen.

Universitäten sollen mit ins Boot

Investitionspartner sollen sich eine Veranstaltung „kaufen“ können und damit die Chance bekommen, ihre Unternehmen einem breiten Publikum vorzustellen. Universitäten sollen ins Boot geholt werden, um über das künstlerische Engagement von Studenten Baudenkmäler auf besondere Weise zu interpretieren.

Etwa alle acht Wochen sind weitere Treffen der „Denkmalaktivisten“ geplant, um Arbeitsgruppen zu gründen. Daran kann sich jeder interessierte Bürger für seine Stadt einbringen. Es sollen unter anderem Themenfelder wie Musik, Kunst, Sicherheit, Betreuung von Veranstaltungsorten oder das Auffinden von bisher weniger wahrgenommenen Baudenkmälern abgedeckt werden. „Gebraucht wird jeder, der etwas für seine Stadt tun möchte“, sagte Demandt. Zudem sollen die fünf beteiligten Städte vernetzt werden, Besucher aus ganz Deutschland angelockt werden.

Die nächsten Termine

Das nächste Treffen der Denkmalaktivisten in Duderstadt ist vor den Sommerferien geplant, Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben. Zur Besichtigung potenzieller Denkmäler in Hann. Münden sind Interessierte am Sonnabend, 30. April, eingeladen. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Parkplatz Tanzwerder. Eine Exkursion zu den (vergessenen) Baudenkmälern in Duderstadt ist für den 22. Oktober vorgesehen. Fragen und Vorschläge an denkmalaktivisten@googlemail.com.

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