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Stadtrundgang als Ouvertüre für neue Projekte

„Denkmal!Kunst“-Festival Stadtrundgang als Ouvertüre für neue Projekte

Um mögliche Veranstaltungsorte für das „Denkmal!Kunst“-Festival ist es am Sonnabend bei einem Spaziergang durch Duderstadt gegangen. Mehr als 150 Besucher aus Hann. Münden, Northeim, Einbeck und Osterode nutzten den letzten Stadtrundgang zu Kunst und Gebäuden in den Städten des Fachwerk-Fünfecks.

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Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. „Zehn unterschiedliche Stationen werden ihnen heute in Duderstadt angeboten – aber das ist erst die Ouvertüre. Alles entwickelt sich weiter“, zeigte sich Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) zuversichtlich.

 

Duderstadt: weltoffen, demokratisch, tolerant

 

Zugleich wies er in seiner Begrüßung die rund 150 Interessierten, die teils aus ganz Südniedersachsen angereist waren, darauf hin, dass neben den Besuchern des Fachwerkgangs auch der rechtsextreme „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ nach Duderstadt komme: „Ein Besuch, den wir lieber nicht hätten.“ Duderstadt sei demokratisch, weltoffen und tolerant. An den einzelnen Stationen erinnerten Banner und Fahnen, auf denen selbstgemalte Bilder junger Flüchtlinge zu sehen waren, an die Haltung des Stadtrates und der Stadtverwaltung.

Ein bisschen rückten eines dieser Banner Manfred Pilz und Gerhard von Hugo, Präsident des Duderstädter Amtsgerichts, noch im Foyer gerade. Gemeinsam mit Christiane Mosler von „Kontura“ erwarteten beide die erste der vier Besuchsgruppen. „Wir zeigen häufiger Kunst im Gerichtsgebäude“, sagte von Hugo. Mal von Schülern, gelegentlich auch von Erwachsenen. Grundbedingung: Eine Verbundenheit des Künstlers zum Eichsfeld. Derzeit stellt der Duderstädter Kunstverein Kontura auf den Fluren „VIP“ - „Very Important Pictures“ aus. Besucher, Zeugen oder Angeklagte müssten so zu Gerichtsverhandlungen etwa an Moslers Bild „Die Würde der Opfer“ vorbei. „Wir wollen damit eine gute Brücke schaffen“, erläuterte von Hugo, Kontakte zu Menschen herstellen, die vielleicht sonst selten ein Gericht beträten.

Wer wo was ausstellte, hat seit Monaten eine Arbeitsgruppe rund um Horst Bonitz von der Stadtverwaltung Duderstadt geplant und koordiniert. „Bunt gestreut“, sagte Bonitz, sei das Feld der 25 Mitplaner gewesen. Jeder Künstler habe seinen Bereich bekommen. So zeigte neben „Kontura“ auch „Kunst bist Du ...der Stadt“ einen Querschnitt ihres Schaffens. Expressionistisches stellte der aus Heidelberg stammende Rudi Müller im Heinmannschen Haus aus – „Impressionismus rund um das Mittelmeer“ zeigte dagegen Ulrich Hollmann in der Anwaltskanzlei Schulte und Herrmann. „Kunst entwickelt sich auch hier mehr und mehr“, sagte Arno Diedrich in seiner Galerie. Das direkte Feedback sei ihm dabei besonders wichtig. Duderstadt entwickle sich, nicht zuletzt durch die Kunsthalle Hans-Georg Näders, immer mehr zu einem Kunst-Magneten der Region.

Einkehr und Gesang im Kloster

Mittags kehrten die Besucher im Ursulinenkloster zu einer gemeinsamen Mahlzeit ein – direkt im Anschluss trat dann der Chor „New Voices“ mit einem Mix aus Gospel und Pop in der Liebfrauenkirche auf.

Altes Gemäuer trifft auf Technik

Im Westerturm traf dagegen altes Gemäuer auf Technik: Gemeinsam mit der Stadt Duderstadt präsentierte Peter Schmäring multimediale 3D-Ansichten von Duderstadt und dem Westerturm-Ensemble, während DJ Jan da Silva im illuminierten Turm auflegte.

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