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Harter Ersatz für marode Steine

Duderstädter Stadthaus Harter Ersatz für marode Steine

Seit rund vier Wochen sanieren Arbeiter der Quedlinburger Werkstätten für Denkmalpflege den Sandsteinsockel am Altbau des Duderstädter Stadthauses. „Die Arbeiten gehören zum Gesamtkonzept der Sanierung des Gebäudes“, erklärt Duderstadts Bauamtsleiter Johannes Böning.

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Die Steinmetze Marcel Witt (links) und Mathias Rodenstein arbeiten am Sockel des Duderstädter Stadthauses.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Unter anderem durch jahrzehntelange Salzstreuung im Winter seien die Steine am Sockel des 1913 errichteten Ursprungsbaus marode geworden, erläutert Böning, warum die Maßnahme notwendig geworden sei. „Die maroden Steine werden ersetzt durch Wesersandstein“, so der Bauamtsleiter. Diese Sorte zeichne sich durch ihre besondere Härte aus und sei dadurch deutlich verwitterungsbeständiger als die Vorgänger.

Die Sanierung erweist sich als komplexe Maßnahme. Zunächst werden die Steine ausgestemmt und mit neuen Steinen in entsprechender Tiefe und Stärke ersetzt, erläutert Böning. Dabei müssten die Arbeiter das Herausnehmen der einzelnen Steine mit Stützen absichern, um die Stabilität des Bauwerks zu gewährleisten. Beim Einsatz der neuen Steinen würden die Arbeiter den alten Fugenschnitt übernehmen und auch die alte Struktur wiederherstellen.

Die Mitarbeiter der Werkstätten für Denkmalpflege, welche die Ausschreibung mit einem Leistungsumfang von rund 50.000 Euro gewonnen hatten, sind keine Unbekannten in Duderstadt. Mit den Quedlinburgern habe die Stadt bereits gute Erfahrungen bei der Sanierung des Westerturms und des Rathauses gemacht, erinnert Böning an die vorherige Zusammenarbeit.

„Bis Ende der Woche soll die Stirnfläche hergerichtet sein“, sagt Böning. Danach müssten die Arbeiter noch die Fugen vergießen und einige Nacharbeiten erledigen. Abschließend würden noch die Fenster gestaltet und auch Schutzgitter angebracht.

Während an der Stirnseite des Altbaus alle Steine ausgewechselt würden, müssten vorn an der Westseite nur einzelne Steine ausgetauscht werden. Während der Arbeiten bleibe der Gehweg zur Straßenseite Auf der Klappe komplett gesperrt.

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©Richter