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„Der Reiter muss denken wie eine Kuh“

Rodeo im Flecken „Der Reiter muss denken wie eine Kuh“

Die Premiere ist geglückt: Mehrere hundert Zuschauer verfolgten am Wochenende das erste Rodeo im Flecken. Der Reit- und Fahrverein 1954 Gieboldehausen veranstaltete das Ereignis auf seinem Gelände „Am Kälberboy“.

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Treibt nach Trennung von der Herde ein Rind in Richtung Pferch: Pia Dingenthal vom Gastgeberverein auf Jezebell Bonnet.

Quelle: Kunze

Duderstadt. Starteten am Sonnabend ausschließlich Mitglieder der Gastgeber, waren einen Tag später auch auswärtige Teilnehmer dabei.

Das Tor wird geöffnet. Drei Reiter kommen auf den Platz. In der gegenüberliegenden Ecke steht eine Rinderherde. Über Lautsprecher hören die Cowboys drei Zahlen. Damit wissen sie, welche mit entsprechenden Ziffern gekennzeichneten Tiere sie aus der Herde separieren und in einen Pferch treiben sollen.

Jetzt läuft die Uhr. Zwei Minuten und 30 Sekunden haben sie Zeit. Ist eine Kuh im Pferch, muss das Reiter-Trio pokern. Entweder es begnügt sich mit dem Ergebnis. Oder es will ein besseres Resultat und geht das Risiko ein, dass die Kuh wieder ausbüxt.

„Der Reiter muss wie eine Kuh denken, er muss die Kuh lesen“, beschreibt Vereinsvorsitzende Bettina Borchard-Schnippert die Herausforderung. Sie verweist darauf, dass die Rinder „charakterlich verschieden sind“.

Das Team Penning war eine von fünf Disziplinen, in denen die Teilnehmer des Rodeos ihr Können zeigen konnten. Beim Cattle Penning musste vom Pferderücken aus eine Kuh von der Herde getrennt und in einen Pferch getrieben werden. Beim Ranch Roping galt es, ein Tier von der Herde zu separieren und mit dem Lasso einzufangen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dem Tierschutz galt besondere Aufmerksamkeit. So sprang das Break-Away-Lasso bei Berührung der von einem Gieboldehäuser Landwirt bereitgestellten Tiere sofort auf. Außerdem bekommen die Rinder immer wieder Pausen.

Nach dem großen Zuspruch, den die Veranstaltungspremiere fand, will der Reit- und Fahrverein ab voraussichtlich kommenden Frühjahr einmal jährlich ein Rodeo ausrichten, kündigte Borchard-Schnippert an.

Von Axel Artmann

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